Brandmauer zur AfD: Weghoffen und wegnuscheln geht nicht mehr

„Denkt an die 1930er Jahre und wehret den Anfängen, also sprecht nicht mit Nazis!“ Es ist das so valide wie ehrenwerte Argument, mit denen etliche Demokraten den Familienunternehmer-Verband hart dafür kritisieren, mittlerweile offiziell das Gespräch mit AfD-Politikern zu suchen. Und doch wirkt die Empörung in ihrer Absolutheit wohlfeil. Sie übersieht, dass es eine Realität in diesem Land gibt, in der rechtspopulistisches Gedankengut schon so stark ist, dass ein Ignorieren schlicht nicht möglich ist.  Zumindest dort muss man andere Umgangsformen finden. Der Vorstoß der Familienunternehmer ist zwar zu unpräzise. Aber er erzeugt eine womöglich hilfreiche Diskussion: Er legt rechtspopulistische Gedanken in der Wirtschaft offen, die bislang verdruckst übersehen worden sind – und schärft den Blick, wie man damit umgehen könnte.