Brandmauer: Konservative-Bundestagsabgeordnete stellt Brandmauer in Sachsen-Anhalt infrage
Die brandenburgische Bundestagsabgeordnete Saskia Ludwig (CDU) hat sich offen für eine „punktuelle Zusammenarbeit“ mit der AfD in Sachsen-Anhalt gezeigt. Gegenüber dem Spiegel sagte Ludwig, dass sich eine dortige CDU-Minderheitsregierung im Landtag auch auf Stimmen der AfD stützen könnte. Eine feste Koalition mit der Partei lehnte sie zwar ab, aber sie sagte „dass man ein Wählervotum sehr ernst nehmen sollte“.
Wenn im Land eine Mehrheit rechts der Mitte wähle, müsse sich das auch
in der Regierungspolitik niederschlagen, sagte Ludwig dem Magazin. „Dass
eine Koalition nicht machbar ist mit der AfD, dazu stehe ich“, fügte
sie hinzu.
Ludwig sagte, die Brandmauer sei kontraproduktiv. „Für
meine Begriffe ist die Brandmauer schuld daran, dass diese Prozente
wachsen – und sie helfen der AfD und sie helfen den Linken.“
Damit stellt Ludwig die offizielle Parteilinie infrage. CDU-Chef Friedrich Merz hatte zuletzt auf dem Bundesparteitag in Stuttgart die Brandmauer bekräftigt. Auch Unionsfraktionschef Jens Spahn hatte beim Parteitag eine Zusammenarbeit mit der AfD erneut ausgeschlossen.