Brandenburg: SPD beendet Koalition mit BSW in Brandenburg
Crumbach distanziert sich von BSW
Woidke kündigt Koalitionsgespräche mit CDU an
Schon bei den Koalitionsverhandlungen im Jahr 2024 sei das BSW nicht sein favorisierter Koalitionspartner gewesen, sagte Woidke. Die CDU habe infolge der Brandenburger Wahl damals den Verhandlungstisch verlassen, weil eine Koalition aus SPD und CDU zu dem Zeitpunkt keine Mehrheit gehabt hätte. Diese Situation habe sich nun „grundsätzlich geändert“, sagte Woidke.
Woidke macht BSW-Fraktion für Koalitionsbruch verantwortlich
Crumbach dankt Woidke für bisherige Zusammenarbeit
Bis zur Sommerpause sei die Regierungsarbeit produktiv gewesen. Crumbach hob etwa Erfolge im Bereich des Bürokratieabbaus hervor. Er äußerte sich außerdem zuversichtlich, dass die Regierung in den kommenden Monaten weiter funktionsfähig arbeiten werde.
Crumbach hatte am Montag seinen Austritt aus dem BSW und dessen Landtagsfraktion angekündigt und wurde bereits in die SPD-Fraktion aufgenommen.
„Zusammenarbeit mit BSW ist beendet“
Woidke will nun vorerst mit einer Minderheitsregierung weiter regieren. Zeitnah werde es zudem keine Sondierungsgespräche mit der CDU geben. „Nicht in den nächsten Tagen“, sagte Woidke. Eine Koalition aus SPD und CDU wird jedoch als mögliche neue Regierungskoalition in Brandenburg diskutiert.
AfD-Chefin Weidel fordert Neuwahl in Brandenburg
Von einer Neuwahl könnte die AfD profitieren, die laut einer Anfang Dezember veröffentlichten Wahlumfrage des rbb mit 35 Prozent zuletzt die Partei mit dem stärksten Zuspruch in Brandenburg war. Alternativ zu Neuwahlen gilt auch ein Koalitionswechsel als möglich. Nach dem Übertritt von Vize-Ministerpräsident Robert Crumbach vom BSW zur SPD hätte ein Bündnis aus SPD und CDU eine knappe Mehrheit im Landtag.
Ministerpräsident Woidke kündigt Statement an
Zwei weitere Abgeordnete verlassen BSW-Fraktion
SPD nimmt Crumbach in Landtagsfraktion auf
Regierungskrise in Brandenburg spitzt sich zu
Damit ist die Koalitionskrise in dem Bundesland endgültig eskaliert. Es ist unklar, wie es mit der bundesweit einzigen Landesregierung aus SPD und BSW weitergeht. Das Bündnis regiert seit Dezember 2024 in Brandenburg zusammen und hatte zuletzt nur eine Mehrheit von zwei Stimmen.
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