Biologie: Wilde Tiere in welcher Stadt: Wenn die City zum Zoo wird






Adler, Warane, Tiger: Immer mehr wilde Tiere bevölkern die Städte rund um die Welt. Sie ziehen die Menschen in ihren Bann und erzählen oft spannende und traurige Geschichten.

Waschbären, Wildschweine, Raubvögel: Immer mehr Wildtiere zieht es nach Berlin. Damit ist die Bundeshauptstadt nicht allein. Weltweit beobachten Biologen, dass sich Säugetiere, Reptilien und Vögel Städte als Lebensraum erobern. Das hat meist pragmatische Ursachen. Mit Parks, Gärten und Seen bieten Citys heute oft eine größere Vielfalt an Lebensräumen als das Umland. Dort herrscht infolge einer intensiven Landwirtschaft vielerorts Tristesse. Rückzugsgebiete wie Brachen und Hecken sind oft verschwunden. 



Neben vielfältigen Rückzugsplätzen finden Wildtiere in der Nähe menschlicher Behausungen auch einen reich gedeckten Nahrungstisch. Waschbären beispielsweise plündern gern Gartenlauben auf der Suche nach Futter. Trächtige Weibchen nisten sich auf Dachböden ein und verursachen dort enorme Schäden. Andere Neubewohner werden auch absichtlich gefüttert, weil sie vermeintlich zum Stadtbild dazugehören oder inzwischen eine Touristenattraktion sind. 

Wilde Tiere von der Stadt aufs Land umzusiedeln, gelingt meistens nicht. Schon nach kurzer Zeit kehren sie an ihren Lieblingsplatz in der City zurück. So müssen sich die Stadtmenschen an die ungezähmten Mitgeschöpfe wohl gewöhnen. Hier eine Galerie der wilden Kreaturen in den Städten der Welt.


Source: stern.de