Besuch in Israel: Dobrindt unterzeichnet Cyber- und Sicherheitspakt mit Israel
Angesichts der wachsenden Gefahr von Angriffen
will Deutschland die Zusammenarbeit mit Israel im
Sicherheitsbereich ausbauen. Ziel sei mehr Schutz für Deutschland, sagte
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) bei einem Besuch in
Israel. Er unterzeichnete zusammen mit dem israelischen
Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu einen Cyber- und
Sicherheitspakt.
Konkret geht es unter anderem um eine enge
Vernetzung der Sicherheitsbehörden beider Länder sowie um eine noch
engere Kooperation in den Bereichen Cyberkriminalität, künstliche
Intelligenz (KI) und Drohnenabwehr, wie Dobrindt in
Jerusalem sagte. Deutschland wolle dabei die Erfahrungen und
Technologien Israels nutzen. Es gebe immer mehr potenzielle Gruppen, die
etwa Infrastruktureinrichtungen angreifen könnten.
Deutschland werde zudem erstmals beim
US-geführten Büro des Sicherheitskoordinators für Israel und die
Palästinensische Autonomiebehörde in Jerusalem „mit in die
Führung“ gehen, sagte Dobrindt. Diese Funktion werde der
bisherige Präsident der Spezialkräfte der Polizei in Deutschland, Olaf
Lindner, übernehmen. Deutschland unterstützt schon seit vielen
Jahren die Polizei in den palästinensischen Gebieten, um dort zur
Stabilisierung der Lage beizutragen. Deutschland wolle Israels
Sicherheit mit gewährleisten, sagte Dobrindt.
Dobrindt hatte bei einem Besuch in Israel im Juni 2025 gesagt, das Land sei Deutschland bei der Cyberabwehr und beim Bevölkerungsschutz voraus. Er äußerte die Absicht, die Zusammenarbeit der Geheimdienste und Sicherheitsbehörden beider Staaten auszubauen.