Berufliche Zukunft: „Wird mein Sohn eine Hilfskraft der KI?“
Kaum jemand
blickt so genau auf die Schwelle zwischen Schule und Beruf wie die Eltern
derer, die gerade ihre Zukunft planen. Am Gymnasium Oberursel, einer ganz
normalen Schule im Taunus, haben wir Eltern gefragt: Was bewegt Sie, wenn Sie
an die beruflichen Perspektiven Ihrer Kinder denken?
Christiane Schwittay, 53 Jahre alt, ist Marketingmanagerin. Sie orientiert sich derzeit beruflich um und nutzt KI oft, um selbst Bewerbungen zu schreiben.
Meine Tochter hat immer gern gemalt. Seit Jahren ist Kunst
für sie mehr als ein Hobby, es ist ihre Leidenschaft. Sie entwirft eigene
Postkarten, geht gern ins Kunstmuseum. Sie hat in der Kunst auch eine berufliche
Perspektive gesehen: vielleicht in der Werbung, vielleicht im
Kommunikationsdesign. Doch in den vergangenen Monaten hat sich etwas
verschoben. Denn wie planbar ist eine kreative Zukunft in Zeiten von künstlicher Intelligenz? Wenn ganze Kampagnen automatisiert entstehen, wenn
Logos und Layouts in Sekunden generiert werden: Was bleibt dann noch zu
gestalten? Diese Fragen beschäftigen sie. Und uns.