Berlin: Frist z. Hd. Belohnung nachher Brandanschlag gen Stromnetz in Berlin endet

Die Frist für die ausgeschriebene Belohnung
für Hinweise zu den Tätern des Brandanschlags auf das Stromnetz in Berlin läuft an diesem Dienstag ab. Bisher wurden keine entscheidenden Informationen bekannt, die zur Tataufklärung geführt hätten. Für relevante Hinweise zur Aufklärung des Brandanschlags hatte das Bundeskriminalamt eine Million Euro ausgelobt.

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe äußerte
sich auf Anfrage nicht zu der Zahl eingegangener Hinweise seit
Bekanntgabe der Belohnung durch das Bundeskriminalamt vor einem Monat.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach Anfang Februar von
einer Vielzahl von Hinweisen und drückte seine Hoffnung aus, jemand aus
der linksextremistischen Szene könne die Täter des Brandanschlags vom 3. Januar kennen und der Polizei
einen Tipp geben.

Durch den Anschlag wurde die Stromversorgung von 45.000 Haushalten im Südwesten der Hauptstadt tagelang unterbrochen. Dobrindt geht von einer mutmaßlich linksextremistisch motivierten Tat aus.

Bis zu 100.000 Menschen ohne Strom

Der Brandanschlag auf das Stromnetz löste den längsten Stromausfall in Berlin seit dem Zweiten Weltkrieg aus. Wegen des Anschlags waren zeitweise bis zu 100.000 Menschen ohne Strom. Auch der Mobilfunk, das Internet, Heizungen und
Warmwasser fielen aus, bei winterlichen Temperaturen. Kliniken
arbeiteten mit Notstrom, Kitas und Schulen blieben geschlossen.

Unbekannte setzten eine Kabelbrücke über den Teltowkanal nahe dem Kraftwerk Lichterfelde in Brand. Die Behörden gehen nach einem Bekennerschreiben davon aus, dass die sogenannte Vulkangruppe für den Anschlag verantwortlich ist. Die mutmaßliche Tätergruppe habe seit 2011 Brandanschläge in Berlin verübt und nachträglich Bekennerschreiben veröffentlicht.