Bayern: CSU erzielt schlechtestes Ergebnis seit dem Zeitpunkt 75 Jahren nebst Kommunalwahl
Die CSU hat bei der Kommunalwahl in Bayern das schlechteste Ergebnis seit fast 75 Jahren erzielt. Die Partei kam Zahlen des Landesamts für Statistik in Fürth zufolge bei den Stadt-, Gemeinderats- und Kreistagswahlen auf 32,5 Prozent. Das sind zwei Prozentpunkte unter ihrem Ergebnis von 34,5 Prozent im Jahr 2020. Somit ist es das zweitschlechteste Kommunalwahlergebnis der CSU überhaupt. Nur 1952 hatte die CSU schwächer abgeschnitten.
Die Wahlbeteiligung lag den Statistikern zufolge bei
63,4 und damit über jener von 2020 mit 58,7 Prozent. Im Vergleich zur Wahl vor sechs Jahren konnte vor allem die AfD Stimmen dazugewinnen. Sie kam auf 12,2 Prozent und holte damit 7,5 Punkte mehr als 2020. Leichte Zugewinne verzeichneten auch die Freien Wähler mit einem Plus von 0,2 Punkten auf 12,1 Prozent in diesem Jahr. Die Partei stellt in Bayern zusammen mit der CSU die Landesregierung.
Grüne und SPD verlieren Stimmenanteile
Nicht nur die CSU, auch die anderen Parteien verloren Stimmenanteile. Die
Grünen erhielten 3,9 Punkte weniger und versammelten 13,6 Prozent der Stimmen. Die SPD verlor 1,4 Punkte und erhielt 12,3 Prozent der Stimmen.
Wählergruppen und sonstige Parteien holten zusammen 17,3 Prozent und damit 0,4
Punkte weniger als 2020.
Bei den Personenwahlen zum Oberbürgermeister oder zum Landrat gibt es noch
kein Gesamtergebnis. Hintergrund ist, dass zahlreiche Bewerber in die Stichwahl
müssen. Von den 22 Oberbürgermeisterkandidaten erreichten nur zwei die nötige
Mehrheit, bei den Landratskandidaten waren es 29 von 62. Die Stichwahlen finden
am Sonntag kommender Woche statt.
Für die Ermittlung des landesweiten Ergebnisses werden die Stadtratswahlen in den kreisfreien Städten und die Kreistagswahlen in den Landkreisen zusammengezählt. Gemeinsame Wahlvorschläge mit anderen Parteien oder Gruppen sind bei diesen Zahlen der Parteien jeweils einberechnet.