BASF-Chef: „In China zu investieren ist kein größeres Risiko als in Europa“
DIE ZEIT: Herr Kamieth, an diesem Donnerstag eröffnen Sie für BASF ein riesiges neues Chemiewerk im südchinesischen Zhanjiang. Es kostete knapp neun Milliarden Euro und damit eine Milliarde weniger als geplant. Wie kam das?
Markus Kamieth: Unser Einkauf konnte die Preise der Lieferanten etwas herunterhandeln, weil in China wegen der niedrigen Wachstumsraten die Investitionen zurückgegangen sind. Man rechnet bei solchen Projekten auch immer Puffer ein. Den haben wir zum Glück kaum gebraucht. Das alles hat dazu geführt, dass es am Ende günstiger geworden ist. Aber ehrlicherweise haben wir auch die ein oder andere ursprünglich geplante Anlage verschoben. Wir haben noch nicht die volle Endausbaustufe erreicht.