Autoindustrie: Auslieferungen c/o Audi 2025 um drei Prozent gesunken
Der Autohersteller Audi
hat im Jahr 2025 weniger Fahrzeuge ausgeliefert als im Jahr zuvor. Weltweit
seien rund 1,6 Millionen Fahrzeuge an Kundinnen und Kunden übergeben
worden, teilte das Unternehmen mit. Dies entspricht demnach
einem Rückgang von rund drei Prozent. Im letzten Quartal des Jahres habe es jedoch einen „klaren Aufwärtstrend“ gegeben.
„Nicht nur eine intensive
Wettbewerbssituation in China, sondern auch die amerikanische
Zollpolitik stellten die gesamte Automobilbranche vor große
Herausforderungen und wirkten sich auf das internationale
Konsumverhalten aus“, teilte Audi mit. Auch solide Ergebnisse in anderen
Teilen der Welt konnten dies demnach nicht ganz
ausgleichen.
Allein für die USA und Kanada meldete das Unternehmen einen
Rückgang um 12,2 Prozent. Audi hat keine eigene Produktionsstätte in den
USA und ist in seinem US-Geschäft vollständig auf Importe
angewiesen. In China verkaufte Audi fünf Prozent weniger Fahrzeuge. In
der Volksrepublik stehen westliche Autobauer unter zunehmendem
Druck, vor allem bei Elektroautos.
Rekordwert bei E-Modellen
Seit September zeichnet sich dem Konzern zufolge jedoch eine Entspannung ab. Die weltweiten
Auslieferungen hätten seitdem die Vorjahreswerte übertroffen, teilte Audi mit. Auch die Auftragseingänge entwickelten sich
demnach positiv: „Im Jahr 2025 lagen diese in Westeuropa mehr als 13
Prozent über dem Vorjahr, bei den elektrischen Modellen sogar um rund 58
Prozent.“
Einen neuen Höchstwert erreichten laut Audi
im vergangenen Jahr die vollelektrischen Modelle. Hier seien die
Auslieferungen um rund 36 Prozent auf über 223.000 Fahrzeuge gestiegen.
Auch für die anderen deutschen Autobauer ging es 2025
abwärts. Volkswagen verkaufte konzernweit 0,5 Prozent weniger
Fahrzeuge, Mercedes-Benz meldete im Hauptgeschäft mit
Autos einen Rückgang um neun Prozent auf 1,8 Millionen
Fahrzeuge, BMW verkaufte von der Kernmarke 1,4 Prozent
weniger Autos.