Ausländische Investitionen in Deutschland: Ist dasjenige die Wende?
Nachrichten aus der deutschen Wirtschaft waren zuletzt vor
allem schlechte Nachrichten: In der Industrie werden Stellen gestrichen, die
Stimmung der Verbraucher trübt sich ein, die Kommunen klagen über Finanzlöcher.
Umso interessanter ist deshalb, dass Deutschland als Investitionsstandort
zuletzt offenbar an Attraktivität gewonnen hat. Nach Berechnungen der ZEIT auf
der Grundlage von Daten der Bundesbank ist im dritten Quartal dieses Jahres
unter dem Strich erstmals wieder mehr ausländisches Investitionskapital nach
Deutschland geflossen als inländisches Investitionskapital ins Ausland. Der
Saldo der sogenannten Direktinvestitionen belief sich demnach auf 16,4
Milliarden Euro. In den ersten neun Monaten dieses Jahres beträgt das Plus 4,1
Milliarden Euro, nach einem Minus von 9,9 Milliarden Euro im gleichen Vorjahreszeitraum.