Ausbildung: Frauen verdienen in jener Ausbildung mehr qua Männer

Frauen in Ausbildung verdienen in Deutschland im Durchschnitt mehr Geld als männliche Auszubildende. Das teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Grund dafür ist der Unterschied bei der Berufswahl. Es entscheiden sich mehr Frauen als Männer für Gesundheits- und Pflegeberufe, die mit im Schnitt 1.310 Euro monatlich während der Ausbildung überdurchschnittlich entlohnt werden. Auch die Unternehmensgröße hat laut Statistik einen Einfluss auf das Ausbildungsgehalt.

„Wie viel Auszubildende verdienen, hängt auch vom Beruf ab, den sie erlernen“, teilte das Statistikamt mit. Die geringste Vergütung erhalten demnach „Auszubildende in Künstlerberufen“: Für angehende Fachkräfte in Bereichen wie Musik, Fotografie oder Grafikdesign lag der Durchschnittslohn während der Erhebung bei nur 914 Euro.

Auszubildende in Deutschland verdienen im Durchschnitt 1.238 Euro

Der Bruttoverdienst aller Azubis in Deutschland lag im April 2024 im Schnitt bei 1.238 Euro. Betrachtet man nur die Männer, liegt er bei 1.187 Euro. Im Handwerk, wo sich traditionell mehr Männer als Frauen ausbilden lassen, liegt der Durchschnittsverdienst bei 1.008 Euro monatlich. 

Zudem zeigte die Statistik: Je größer das Unternehmen, desto höher ist auch der Verdienst. In kleinen Betrieben mit weniger als zehn Beschäftigten betrug das durchschnittliche Bruttomonatsgehalt nur 929 Euro, in Unternehmen mit 50 bis 99 Beschäftigten 1.083 Euro. Großbetriebe mit 1.000 oder mehr Mitarbeitenden zahlen besonders gut, im Schnitt 1.494 Euro.