Auf dem Eis in Mailand wartet Deutschlands fünftes Gold – Nolte fehlen 0,04 Sekunden

Laura Nolte hat im Monobob der Frauen Gold knapp verpasst. Im Eiskunstlauf der Paare wartet bereits die nächste deutsche Medaille. Außerdem: Die deutschen Skispringer erleben einen extrem bitteren Abend. Alle News im Olympia-Ticker.

Vom 6. bis zum 22. Februar finden in Mailand und Cortina d’Ampezzo die Olympischen Winterspiele statt. Rund 2900 Sportlerinnen und Sportler aus 90 Nationen kämpfen in 116 Wettbewerben um die Medaillen. Bleiben Sie mit dem WELT-Liveticker stets auf dem Laufenden über alles Wissenswerte zum heutigen Olympia-Tag:

22.07 Uhr: Superstar Gu erneut geschlagen

Freestyle-Superstar Eileen Gu hat im dichten Schneetreiben von Livigno ihre dritte Goldmedaille bei Olympischen Winterspielen verpasst. Die Chinesin wurde in ihrem ersten Big-Air-Contest seit vier Jahren von Megan Oldham aus Kanada abgefangen. Oldham kam auf 180,75 Punkte. Gu – Siegerin bei den Spielen 2022 in Peking – landete mit 179,00 Punkten auf dem Silberrang. Dritte wurde die Italienerin Flora Tabanelli (178,25 Punkte).

21.57 Uhr: Hase/Volodin hoffen auf Gold

In Mailand läuft die Kür der Eiskunstlauf-Paare. Minerva Hase und Nikita Volodin liegen nach ihrem famosen Olympia-Kurzprogramm in Führung und dürfen auf die Goldmedaille hoffen.

21.56 Uhr: Laura Nolte gewinnt die Silbermedaille

Laura Nolte hat Silber im Monobob gewonnen. Die 15 Hundertstelsekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierte Elena Mayers Taylor (USA) vor dem letzten Lauf reichten nicht zu Gold. Am Ende fehlten der Pilotin aus Unna lediglich 0,04 Sekunden zum Olympiasieg.

21.10 Uhr: Wetterchaos beim Skispringen – Abbruch

Das Super-Team-Skispringen ist abgebrochen wurde. Kurz vor dem Ende gab es einen Wetterumschwung. Heftiger Schneefall und Aufwinde setzten ein. Nach einer ersten Unterbrechung sprang Philipp Raimund auf extrem starke 136 Meter. Dann wurde wieder unterbrochen, ehe ein polnischer Springer auf die Schanze ging und deutlich hinter Raimund landete. Die Deutschen lagen nun auf Rang eins, nur noch drei Springer waren auf dem Turm. Dann gab es die Nachricht des Abbruchs. Buhrufe hallten durchs Stadion.

Der dritte Durchgang flog aus der Wertung. Das bedeutet, dass die Deutschen Bronze um sage und schreibe 0,3 Punkte verpassten. „Das ist extrem bitter, ich bin sicher, dass wir mit Philipps Sprung eine Medaille geholt hätten“, sagte Wellinger. Österreich gewann damit Gold, Polen holte Silber, Bronze ging an Norwegen.

20.18 Uhr: Deutsche Skispringer kämpfen um Bronze

Philipp Raimund behält auch im zweiten Durchgang im Super Team der Skispringer die Nerven und landet noch einmal bei 137,5 Metern. Andreas Wellinger war zuvor 123,5 Meter weiter gesprungen. Die DSV-Springer liegen damit 0,3 Punkte hinter dem Bronzeplatz, der von Norwegen belegt wird. Die hoch gehandelten Japaner und Slowenen wackeln, Österreich liegt klar auf Goldkurs.

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Der Zwischenstandstand nach dem zweiten von drei Durchgängen:

  • Österreich 568,7 Punkte
  • Polen 547,3
  • Norwegen 538,0
  • Deutschland 537,7
  • Slowenien 536,1
  • Japan 535,2

19.47 Uhr: Raimund und Wellinger auf Platz vier

Der erste Durchgang im Super Team der Skispringer ist durch. Nach einem ordentlichen Sprung von Andreas Wellinger auf 127,5 Meter packt Philipp Raimund fast zehn Meter drauf. Sein brillanter Satz auf 137 Meter katapultiert Deutschland ins Medaillenrennen. Die DSV-Springer liegen auf Rang vier.

Der Zwischenstandstand nach dem ersten von drei Durchgängen:

  1. Österreich 291,2 Punkte
  2. Slowenien 280,9
  3. Polen 274,5
  4. Deutschland 273,3
  5. Japan 272,3

19.36 Uhr: Hase und Volodin laufen um 22.47 Uhr

Minerva Hase und Nikita Volodin wollen heute für das erste deutsche Eiskunstlauf-Gold bei Olympischen Winterspielen seit dem Triumph von Aljona Savchenko und Bruno Massot vor acht Jahren in Pyeongchang sorgen. Das in Berlin trainierende Duo geht mit einem deutlichen Vorsprung von 4,55 Punkten auf die zweitplatzierten Georgier Anastasia Metelkina/Luka Berulawa in die Kür.

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„Wir gucken nicht, wir hören nicht. Wir sind ganz in unserer Bubble. Von daher haben wir da keinen Einfluss von außen bekommen“, sagte Hase. Los geht es um 20.00 Uhr, der Auftritt des deutschen Paares ist auf 22.47 Uhr getaktet.

19.28 Uhr: Krimi um Bob-Gold – Noltes Vorsprung schmilzt

Der Kampf um die Goldmedaille im Monobob wird ein echter Krimi. Laura Nolte, Führende nach zwei Läufen, donnert mit viel Geschwindigkeit durch den Eiskanal und kommt nach 59,15 Sekunden ins Ziel. Mit dieser Zeit verbessert die Deutsche ihren Bahnrekord um annähernd drei Zehntel.

Doch die Bestmarke hält nur kurz. Die Amerikanerin Elana Meyers Taylor ist noch schneller, kann sieben Hundertstelsekunden auf Nolte aufholen und liegt nun in der Gesamtrechnung nur noch 15 Hundertstel zurück. Ihre Landsfrau Kaillie Armbruster Humphries fährt die identische Zeit und hat mit 24 Hundertsteln Rückstand ebenfalls noch alle Chancen. Lisa Buckwitz liegt auf Rang vier 88 Hundertstel hinter ihrer Landsfrau Nolte. Der finale Lauf findet ab 21.06 Uhr in umgekehrter Reihenfolge statt.

19.10 Uhr: Lindsey Vonn tritt die Heimreise an

Skistar Lindsey Vonn hat die Klinik in Treviso verlassen und sich auf den Weg in die USA gemacht. Die nach ihrem Sturz in der Abfahrt schwer verletzte Vonn wurde mit dem Krankenwagen zum Flughafen Marco Polo in Venedig gebracht, wie das Krankenhaus nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa mitteilte. Die Stofftiere, die ihr in den vergangenen Tagen geschenkt worden waren, ließ die 41-Jährige als Spende auf der Kinderstation zurück.

Bei ihrem Sturz in Cortina d’Ampezzo hatte sich Vonn eine komplexe Schienbeinverletzung zugezogen. Die Amerikanerin hat bereits mehrere Operationen hinter sich, was für derartige Verletzungen aber nicht ungewöhnlich ist. Die Olympiasiegerin von 2010 war trotz eines Kreuzbandrisses im linken Knie zu dem Wettkampf angetreten.

18.37 Uhr: Draisaitl schwört auf Senf

Gegen ein bisschen Senf hat kein Krampf eine Chance – jedenfalls nach den Erfahrungen von Deutschlands Eishockey-Star Leon Draisaitl. Das hat der Kapitän der deutschen Olympia-Auswahl in Mailand dem TV-Sender Eurosport erzählt. „Senf ist total gut gegen Krämpfe“, sagte der 30-Jährige, der mit dem deutschen Team am Dienstag gegen Frankreich (12.10 Uhr/ARD und Eurosport) um den Einzug in das Viertelfinale spielt.

Bei der 1:5-Niederlage der Deutschen gegen die USA war auf Fernsehbildern zu sehen, wie der NHL-Star sich einen kleinen Portionsbeutel Senf genehmigte. „Es wirkt am besten meiner Meinung nach. Und ab und zu, wenn ich so das Gefühl habe, dass es dazu kommen könnte, dann bin ich da ein bisschen proaktiv und hau mir so einen Löffel Senf rein“, sagte der Stürmer.

16.57 Uhr: Deutsche Curlingspieler wahren Halbfinalchance

Die deutschen Curlingspieler zeigen gegen Schweden eine starke Leistung und gewinnen gegen den Olympiasieger 7:3. Mit drei Siegen aus sechs Spielen liegt das Team auf dem sechsten Platz.

Am Dienstag muss Deutschland gleich zwei Spiele bestreiten, um 9.05 Uhr geht es gegen die sieglosen Tschechen, zehn Stunden später wartet dann die Schweiz, die bisher alle ihre fünf Partien gewonnen hat.

15:17 Uhr: Deutsche Biathlonstaffel in Bestbesetzung

Die Biathleten Justus Strelow, David Zobel, Philipp Nawrath und Philipp Horn greifen nach der ersehnten Staffel-Medaille. Das teilte der Deutsche Skiverband mit. Nach dem enttäuschenden vierten Platz vor vier Jahren in Peking soll es am Dienstag (14.30 Uhr, ARD und Eurosport) in Antholz für die Männer wieder für das Podest reichen. In bislang drei Einzelrennen hatte es für die deutschen Herren in Südtirol bislang noch kein Edelmetall gegeben. Nawrath und Strelow gewannen mit der Mixed-Staffel zum Auftakt Bronze.

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„Ich würde es nicht Rettungsanker nennen, aber es ist auf jeden Fall unsere größte Chance, so ehrlich muss man sein“, sagte Schlussläufer Horn: „Wir haben dieses Jahr in der Staffel schon gezeigt, dass wir es aufs Podium schaffen können.“ Beim Weltcup in Ruhpolding hatte es zu Rang drei gereicht. Hinter den Favoriten Frankreich und Norwegen könnte sich Deutschland mit Schweden und Italien um eine Medaille streiten.

14.41 Uhr: Schweden nach „Staffel-Blamage“in Aufruhr

Eigentlich galt Schweden in der Langlauf-Staffel der Männer als sicherer Medaillen-Kandidat. Doch das Rennen endete in einem Fiasko. Die Langlauf-Nation landete auf dem letzten Platz. In der Heimat brennt nach dem Rennen vom Montag die Luft. Calle Halfvarsson, der als Dritter auf die Loipe gegangen war, fand gegenüber dem TV-Sender „SVT Sport“ eindeutige Worte: „Das ist peinlich. Man schämt sich da draußen.“

Die schwedische Zeitung „Aftonbladet“ rechnet mit dem Team knallhart ab: „Jetzt müssen Köpfe rollen. Wir sind mit Abstand die Schlechtesten der Welt.“ Die Staffel-Blamage sei der „Tiefpunkt für den schwedischen Skisport der Männer“. Weiter wird gefordert: „Legt das Herren-Nationalteam still!“ Eine Forderung, die zeigt, wie tief der Frust sitzt. Dazu ist von einer „total katastrof“ die Rede – also einer „totalen Katastrophe“. Das Blatt schreibt außerdem, Schweden sei im Rennen „försvann ur bilden“ – praktisch aus dem Bild verschwunden. Ein Schuldiger wurde offenbar schon gefunden: das Wachsteam. Der Chef der Wachscrew erklärte, man wolle genau analysieren, was schiefgelaufen sei.

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Source: welt.de