Atomverhandlungen in Genf: Atomverhandlungen zwischen Iran und USA beendet

Der Iran und die USA haben ihre dritte Runde der Atomverhandlungen in Genf beendet. Der omanische Außenminister Badr al-Bussaidi schrieb auf X
von „bedeutenden Fortschritten“ in den Verhandlungen. „Wir werden bald
nach Konsultationen in den jeweiligen Hauptstädten wieder
zusammenkommen“, fügte er hinzu. Nächste Woche seien in Wien Gespräche
auf technischer Ebene geplant. Der Oman tritt bei den Verhandlungen als Vermittler auf.

Die Delegationen hatten die Verhandlungen am Mittag nach mehreren Stunden für Beratungen unterbrochen. Am Abend wurden sie dann kurzzeitig fortgesetzt. 

Bei den Verhandlungen geht es unter anderem um das umstrittene iranische Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran Atomwaffen entwickelt. Irans
Regierung bestreitet derlei Absichten und zeigt sich bereit, ihr
Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert sie die Aufhebung
harter Wirtschaftssanktionen.

„Kreative und positive Ideen“

In der Verhandlungspause hatte Al-Bussaidi mitgeteilt, dass man „kreative und positive Ideen“ ausgetauscht habe. Ein
ranghoher Vertreter des Iran sagte der Nachrichtenagentur
Reuters zudem, es sei ⁠möglich, eine Rahmenvereinbarung für ein
Abkommen zu erzielen. Allerdings müssten die USA dafür „nukleare
von ​nicht nuklearen Fragen“ trennen. Ein ⁠Sprecher des
iranischen Außenministeriums forderte, das Recht des Iran auf
eine ​friedliche Nutzung von Atomenergie anzuerkennen und
Sanktionen aufzuheben. Eine Stellungnahme der US-Delegation lag nicht vor.

Am Mittwoch hatte der Iran einen Entwurf eines neuen Atomabkommens vorgelegt. Außenminister Abbas Araghtschi habe dem omanischen Vermittler Badr
al-Bussaidi den Entwurf am Mittwochabend präsentiert, meldeten die
staatlichen Nachrichtenagenturen beider Länder übereinstimmend.

Vor rund einer Woche hatte US-Präsident Donald Trump der iranischen Führung ein Ultimatum bis Anfang März gesetzt. „Entweder wir erzielen
eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich“, sagte er. Trump hatte dem Iran immer wieder mit Militärschlägen gedroht. Die USA haben ihre Militärpräsenz in der Region zuletzt stark ausgebaut.