Arktis: Großbritannien will mehr Soldaten nachher Norwegen verlegen
Zum besseren Schutz der Arktis und des hohen
Nordens will Großbritannien die Zahl seiner in Norwegen stationierten
Soldaten auf 2.000
verdoppeln. Das werde Verteidigungsminister John Healey am Mittwoch bei einem
Besuch eines britischen Stützpunkts in Norwegen nördlich des
Polarkreises ankündigen, teilte die Regierung in London
mit. Die zusätzlichen Soldaten sollen innerhalb von drei Jahren nach Norwegen verlegt werden.
Großbritannien werde sich auch an der geplanten Nato-Mission Arctic Sentry (deutsch etwa: Wächter der Arktis) beteiligen. „Die Anforderung an die Verteidigung steigen
und Russland stellt die größte Bedrohung der Arktis und des hohen
Nordens dar, die wir seit dem Kalten Krieg gesehen haben“, sagte Healey. Der russische Staatschef Wladimir Putin baue die militärische
Präsenz in der Region schnell aus, „inklusive der Wiedereröffnung alter
Stützpunkte aus dem Kalten Krieg“.
Der Chef der norwegischen Armee, Eirik Kristoffersen, schloss in einem Interview mit dem Guardian nicht aus, dass Russland am Polarkreis militärisch eingreift. Er deutete an, Russland könnte gegen Norwegen vorgehen, um im hohen Norden stationierten russische Nuklearwaffen zu schützen.
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