Appelle für jedes mehr Gleichstellung zum Frauentag
Arbeitsministerin Bas und Frauenministerin Prien fordern zum internationalen Frauentag weitere Anstrengungen zur Umsetzung von Frauenrechten. Dabei gehe es um Respekt und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit.
Anlässlich des Internationalen Frauentags haben Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas und Bundesfrauenministerin Karin Prien auf immer noch mangelnde Gleichstellung in Deutschland hingewiesen. Bas wies darauf hin, dass es im Alltag oft noch an Gleichstellung fehlt. „Noch immer arbeiten fast drei Viertel der Mütter in Teilzeit, oft nicht freiwillig“, sagte Bas der Nachrichtenagentur dpa.
Außerdem machte sie auf die Lohnlücke aufmerksam, den sogenannten Gender Pay Gap. „Frauen verdienen im Schnitt 16 Prozent weniger als Männer und sind in vielen Technologiebereichen noch immer unterrepräsentiert.“ Es fehle aber nicht am Können, sondern liege zu oft an Rahmenbedingungen, die Frauen zwängen zurückzustecken. Für sie sei Gleichstellung eine Frage des Respekts und „eine Zukunftsfrage für unser Land“, so Bas.
Luft nach oben in Sachen Gleichberechtigung
Frauenministerin Prien sagte der „Rheinischen Post“, speziell bei Vorständen und insbesondere bei Führungspositionen sei die Situation noch ausbaufähig. „Die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch der wirtschaftlichen Zukunftsfähigkeit“, sagte Prien. Die Umsetzung der Gleichberechtigung sei kein nettes Zugeständnis an engagierte Frauenrechtlerinnen, sondern ein Verfassungsauftrag.
Zum Weltfrauentag stehen heute bei vielen Veranstaltungen Themen wie Gleichberechtigung, aber auch Frieden und Abrüstung im Vordergrund. In mehreren Städten, etwa Berlin, Hamburg und München, sind Kundgebungen angekündigt.
Source: tagesschau.de