Angriff gen Iran wahrscheinlich?: US-Botschafter legt Angestellten in Israel Ausreise nahe

Angriff auf Iran wahrscheinlich?US-Botschafter legt Angestellten in Israel Ausreise nahe

27.02.2026, 13:16 Uhr

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Der größte Flugzeugträger der US-Marine, der „USS Gerald R. Ford“. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Vom iranischen Außenminister kommen positive Signale über die Verhandlungen mit den USA, doch ein Angriff des US-Militärs auf den Iran rückt offenbar trotzdem immer näher. Bei Vergeltungsaktionen stünde Israel wohl im Visier von Teheran, der US-Botschafter warnt eindringlich.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Spannungen mit dem Iran legen die USA einem Teil ihrer Mitarbeiter in der Botschaft in Israel die Ausreise nahe. Allen „nicht zur Notfallbesetzung gehörenden“ Angestellten der Vertretung in Jerusalem sowie deren Angehörigen werde es aufgrund von „Sicherheitsrisiken“ mit sofortiger Wirkung freigestellt, Israel zu verlassen, erklärte die Botschaft auf ihrer Website. Die Betroffenen „sollten erwägen, Israel zu verlassen, solange noch Linienflüge verfügbar sind“, hieß es weiter.

Wie die „New York Times“ berichtet, soll Botschafter Mike Huckabee am Morgen die Angestellten in einer E-Mail in noch drastischeren Worten zur Ausreise aufgefordert haben. Diejenigen, die das Land verlassen wollten, sollten dies „HEUTE“ tun, schrieb Huckabee demnach und fügte an: „Bemühen Sie sich darum, einen Platz in einem Flugzeug irgendwohin zu bekommen, von wo aus Sie dann nach Washington weiterreisen können, aber die oberste Priorität ist es, das Land schnell zu verlassen.“

US-Präsident Donald Trump droht der mit Israel verfeindeten Führung des Iran mit einem Militäreinsatz, sollte sie sich bis Anfang März nicht mit den USA auf ein Abkommen zu ihrem Atom- und Raketenprogramm einigen.

Während Teheran die Gespräche thematisch auf das iranische Atomprogramm und die gegen den Iran verhängten Sanktionen beschränken will, verlangt Washington die inhaltliche Einbeziehung des iranischen Raketenprogramms und der Unterstützung Teherans für Milizen in der Nahost-Region wie die Hamas und die Hisbollah. Über die letzte Verhandlungsrunde am Donnerstag hatte Irans Außenminister Abbas Araghtschi gesagt, dass es die „beste und ernsthafteste gewesen“ sei.

Um den Druck auf den Iran zu erhöhen, hatten die USA in den vergangenen Wochen ihre Militärpräsenz in der Region extrem verstärkt und zwei Flugzeugträger sowie Kriegsschiffe in die Region verlegt. Der Flugzeugträger „USS Gerald R. Ford“, der weltweit größte Flugzeugträger, sollte vor der Küste Israels eintreffen. Der Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ war bereits zuvor in die Golfregion geschickt worden.

Quelle: ntv.de, dsc/AFP

Source: n-tv.de