„Übrig bleibt: ein Trümmerhaufen“ – DW-Mitarbeiter kritisieren Sparkurs

Beschäftigte des deutschen Programms der Deutschen Welle (DW) haben die geplanten Einsparungen kritisiert. Nachdem die Geschäftsleitung das deutschsprachige Programm von Deutschlands Auslandssender im Laufe eines Jahrzehnts schon auf einen Bruchteil zusammengestrichen habe, halbiere sie jetzt das Budget für den verbliebenen Rest, heißt es in einem offenen Brief, aus dem die Nachrichtenagentur dpa zitiert. „Übrig bleibt: ein Trümmerhaufen.“ Die Beschäftigten fordern Politik und Gesellschaft auf, die Entwicklung kritisch zu hinterfragen.

Die DW muss nach eigenen Angaben in diesem Jahr insgesamt 21 Millionen Euro einsparen. Grund sind ein um 10 Millionen Euro gekürzter Bundeszuschuss sowie zusätzliche Mehrkosten durch Tarifsteigerungen von rund 11 Millionen Euro, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Rundfunkrat, Verwaltungsrat und Geschäftsleitung beschlossen dafür ein Maßnahmenpaket. Rechnerisch sind etwa 160 Vollzeitstellen betroffen.

Neben der Einstellung des griechischsprachigen Angebots werden laut DW auch in anderen Sprachen Budgets reduziert. Es soll etwa das deutschsprachige journalistische Angebot mit Deutschlernkursen zusammengelegt und das Budget dafür nahezu halbiert werden.

Die Deutsche Welle ist eine bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Bonn und Berlin. Ihr Auftrag ist es, ein realistisches Bild Deutschlands zu vermitteln und den internationalen Dialog zu fördern. Das Programm richtet sich an ein weltweites Publikum.

Source: welt.de

DWNewsteamÖffentlich-rechtlicher HörfunkRundfunkbeitrag