Terrorverdacht in Russland: Deutsche Frau laut Staatsmedien in Russland mit Bombe festgenommen

Russische Behörden haben offenbar eine deutsche Staatsbürgerin festgenommen, der sie die Verwicklung in einen Anschlagsplan vorwerfen. Russische Staatsmedien berichten unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst FSB, dass eine 1969 geborene Deutsche in der Stadt Pjatigorsk festgenommen worden sei. Sie soll demnach einen improvisierten Sprengsatz in einem Rucksack dabeigehabt haben.

Der FSB wirft der Frau vor, versucht zu haben, im Auftrag ukrainischer Geheimdienste einen Terroranschlag zu begehen. Ziel sei eine Einrichtung der russischen Strafverfolgungsbehörden gewesen. In der Nähe dieser Einrichtung soll die Festnahme erfolgt sein.

Auch ein Mann wurde demnach festgenommen. Dieser sei Bürger »einer der Republiken Zentralasiens«. Es sei geplant gewesen, dass der Mann die Bombe im Rucksack der Frau aktiviere. Die Frau habe bei dem Anschlag sterben sollen. Beide hätten ein Geständnis abgelegt, heißt es vom FSB.

Auswärtiges Amt äußert sich nicht zu der Festnahme

Im staatlichen russischen Fernsehen waren Bilder zu sehen, die die
Festsetzung einer Schwarz gekleideten Frau auf einem Parkplatz zeigten.
In einem weiteren Video eskortierten Sicherheitskräfte einen Mann in
eine Polizeistation. Anschließend war die kontrollierte Explosion eines
Rucksacks zu sehen.

Ein Sprecher des deutschen Auswärtigen Amts sagte, dass man die Medienberichte
zur Kenntnis genommen habe. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes
wollte er sich aber nicht weiter zu dem Sachverhalt äußern.

In Russland gab es seit Beginn des
Angriffskrieges gegen die Ukraine wiederholt Attentate, Bombenanschläge
und andere Angriffe, bei denen Zivilisten oder Uniformierte getötet
wurden. Der FSB meldet zudem immer wieder angeblich verhinderte
Terroranschläge und Festnahmen von Verdächtigen, denen Verbrechen im
Auftrag ukrainischer Geheimdienste vorgeworfen werden.

AttentateAuslandBehördenFernsehenFestnahmeFestnahmenGeheimdiensteMANMannRusslandSchwarzSterbenTerroranschlägeUkraineVerbrechenVideoZentralasiensZur