Schwerer Vorwurf gegen Antonio Rüdiger – „Vielleicht ist er Mann genug, es zuzugeben“

Nach dem Triumph der Bayern über Real Madrid erhebt Josip Stanisic Vorwürfe gegen Antonio Rüdiger. Der deutsche Verteidiger habe ihn nicht nur gefoult, sondern auch beschimpft.

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Bayern Münchens Verteidiger Josip Stanisic hat sich nach dem Erreichen des Champions-League-Halbfinales über eine Szene mit Antonio Rüdiger von Real Madrid beklagt. Die Bayern gewannen das Spiel 4:3 (2:3). Der 26-jährige Stanisic war vor dem zwischenzeitlichen 2:3 durch Kylian Mbappé kurz vor der Pause nach einem Zweikampf mit dem deutschen Fußball-Nationalspieler auf dem Rasen liegengeblieben.

Antonio Rüdiger hatte ihn zu Boden gecheckt, eine Szene, die der Schiedsrichter als Foul hätte pfeifen müssen. Die Bayern reklamierten auch entsprechend. Das Ganze geschah aber wohl zu weit vor dem Tor der Spanier, als dass der Videoschiedsrichter hätte eingreifen können.

Offenbar blieb es aber nicht nur bei der körperlichen Attacke Rüdigers gegen den Bayern-Spieler, laut Stanisic sei er vom deutschen Nationalspieler auch noch beschimpft worden.

„Meines Erachtens geht so was gar nicht. Es ist genau nur ein Wort gefallen – und das zweimal. Aber Sie können ihn ja selbst fragen, was er gesagt hat. Vielleicht ist er Mann genug, es zuzugeben“, sagte Stanisic vor Reportern über die Situation mit Rüdiger.

Stanisic weiter: „Ich bin keiner, der böses Blut will. Und ich nehme es auch nicht persönlich. Es passiert in der Hitze des Gefechts. Für mich ist die Sache auch gegessen. Ich finde, so etwas gehört sich nicht, egal ob man gegeneinander spielt oder man sich kennt oder nicht.“

Rüdiger lamentiert selbst über den Schiedsrichter

Stanisic wurde zur Halbzeit mit Gelb verwarnt und als Vorsichtsmaßnahme gegen Alphonso Davies ausgewechselt. Gelb sah auch Bayerns Trainer Vincent Kompany, weil er sich über eben jenes Foul von Rüdiger an Stanisic aus Sicht des slowenischen Schiedsrichters zu sehr echauffiert hatte. Für den Belgier war es die dritte Verwarnung im laufenden Wettbewerb, er ist daher im ersten Halbfinal-Duell mit Paris Saint-Germain am 28. April in der französischen Hauptstadt gesperrt.

Und Rüdiger? Der äußerte sich zu seinem vom Schiedsrichter übersehenen Foul nicht, sondern klagte lieber selbst über den Unparteiischen wegen der aus Real-Sicht unberechtigten, aber völlig vertretbaren Gelb-Roten Karte gegen Eduardo Camavinga aus der 86. Minute. „Es ist immer am besten, nicht über den Schiedsrichter zu reden“, sagte Rüdiger. „Jeder hat die Situation gesehen. Es ist besser, wenn ich heute nicht rede.“

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Geht es nach Stanisic, hätte Rüdiger auch auf dem Platz schon besser geschwiegen.

SUF

Source: welt.de

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