Manchmal, sagt Pascal, denkt er darüber nach, was ohne die Klinik passiert wäre. Wenn er einfach weitergemacht hätte wie die Jahre zuvor. »Wahrscheinlich«, sagt Pascal und blickt in den Himmel, »wäre ich jetzt tot.«
Der 19-Jährige sitzt auf einer Holzbank im Innenhof der Dietrich-Bonhoeffer-Klinik, einer Reha-Einrichtung für junge Suchtkranke zwischen zwölf und 20 Jahren. Es ist ein kühler, sonniger Tag im April, vor ihm steht eine Feuerschale mit verkohlten Holzresten. Pascal, der eigentlich anders heißt, hat gestern mit anderen jungen Patienten Würstchen und Marshmallows gegrillt, es wurde viel geredet und gelacht. Für ihn ist das noch neu, ausgelassen zu sein ganz ohne Drogen.