Verunsicherung an den Finanzmärkten
Ein Barrel der Erdöl-Nordseesorte Brent verteuerte sich im frühen asiatischen Handel um rund sieben Prozent auf 96,85 Dollar. Die Futures auf den S&P 500 fielen um etwa 0,9 Prozent. Hintergrund sind Berichte über die erneute Schließung der Straße von Hormus und die Ankündigung Irans, neue Friedensgespräche mit den USA abzulehnen.
Damit kehrte sich die optimistische Stimmung vom Freitag um, als Irans Ankündigung, die seit sieben Wochen geschlossene Straße von Hormus wieder zu öffnen, die Ölpreise einbrechen und die Aktienmärkte zulegen ließ.
Trotz der schlechten Nachrichten sei der Markt noch nicht in Panik, sagte Michael Brown, Stratege bei Pepperstone. Er gehe davon aus, dass ein Großteil der Gewinne vom Freitag wieder abgegeben werde. Der Markt habe sich da etwas zu weit vorgewagt. Sollte jedoch feststehen, dass Iran nicht an den Gesprächen teilnimmt, würden die Anleger deutlich risikoscheuer reagieren.
Der Dollar-Index USD, der den Wert des US-Dollar gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen misst, stieg um bis zu 0,3 Prozent auf 98,485 Punkte und erreichte den höchsten Stand seit einer Woche. Der Euro EUR= fiel um 0,3 Prozent auf 1,1731 Dollar.
Der Goldpreis fiel am Montag um mehr als ein Prozent. Eine Feinunze verbilligte sich auf 4762,09 Dollar und erreichte damit den niedrigsten Stand seit dem 13. April. Der stärkere Dollar macht das Edelmetall für Anleger außerhalb des Dollar-Raums teurer.
Source: faz.net