Islamabad: US-Delegation reist z. Hd. mögliche Gespräche nachher Pakistan – Iran zögert

US-Präsident Donald Trump hat eine neue Gesprächsrunde bei den Verhandlungen zum Irankrieg in Pakistan angekündigt. Wie Trump auf seiner Plattform mitteilte, sollen US-Unterhändler am Montag in die pakistanische Hauptstadt Islamabad reisen. Wie bereits bei den ersten Verhandlungen sollen US-Vizepräsident JD Vance und die Unterhändler
Steve Witkoff und Jared Kushner
die US-Regierung in den
Gesprächen vertreten. Das teilte das Weiße Haus mit. Alle drei waren auch bei der ersten Gesprächsrunde mit dem Iran in
Islamabad dabei.

Die iranische Regierung ließ derweil verlauten, sie plane nicht, eine Delegation nach Islamabad zu entsenden. Solange die USA die Straße von Hormus nicht freigäben, werde es keinerlei Gespräche geben, hieß es.

Neben seiner Ankündigung kritisierte Trump den Iran und sprach von iranischen Angriffen in der Straße von Hormus während der Waffenruhe, die offiziell bis zum 22. April gilt. Zudem drohte der US-Präsident mit der Zerstörung ziviler Infrastruktur, sollte der Iran nicht
auf das Angebot der USA eingehen. »Wenn sie das nicht tun, werden die
Vereinigten Staaten jedes einzelne Kraftwerk und jede einzelne Brücke im
Iran zerstören«, schrieb er.

Vorbereitungen in Islamabad

Schon vor Trumps Ankündigung hatte es in der pakistanischen Hauptstadt
Islamabad
eine Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen gegeben. Pakistanischen Behördenvertretern zufolge werden Vorbereitungen für die Gespräche getroffen. Soldaten wurden am Sonntag an Kontrollpunkten stationiert,
Touristenattraktionen geschlossen und große Hotels angewiesen, Buchungen
zu stornieren und ihre Räumlichkeiten freizuhalten. Die Straßen blieben
weitgehend leer, weil viele Einwohner aus Sorge vor Sperrungen zu Hause
blieben.

Pakistan hatte bereits die erste direkte Gesprächsrunde zwischen Washington und Teheran vermittelt. Greifbare Ergebnisse hatte diese aber nicht hervorgebracht. Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf, der die iranische Delegation bei den ersten Gesprächen angeführt hatte, sagte am Samstag im Staatsfernsehen, sein Land wolle »einen dauerhaften Frieden, damit der
Krieg nicht wiederholt wird«.

Die bisherigen Gespräche in Islamabad hätten das tiefe Misstrauen des Iran gegenüber den USA zwar nicht ausräumen können, beide Delegationen
hätten jedoch »ein realistischeres Verständnis voneinander« gewonnen. Trotz Verhandlungsfortschritten herrsche in
Schlüsselfragen noch immer Uneinigkeit
, etwa mit Blick auf das iranische
Atomprogramm und die Straße von Hormus. Solange die USA iranische Häfen weiter blockieren, werde der Iran auch die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr sperren.

Lesen Sie die aktuellen Ereignisse im Irankrieg in unserem Liveblog.

AuslandBuchungenDonaldDreiFriedenHäfenHauptstadtHausHotelsInfrastrukturIranIslamabadJaredKraftwerkKriegKushnerMohammedPakistanRegierungReisenSchiffsverkehrSoldatenSteveStraßenTeheranTrumpUSUSAVanceWashingtonWeilWitkoff