Hunderte Flugausfälle – Lufthansa-Streiks umziehen weiter

Stand: 16.04.2026 • 10:21 Uhr

Die Streiks bei der Lufthansa gehen weiter: Neben dem Kabinenpersonal legen heute auch wieder die Pilotinnen und Piloten der Airline die Arbeit nieder. Hunderte Flüge sind bereits ausgefallen.

Passagiere der Lufthansa müssen sich weiter auf massive Probleme einstellen: Deutschlands größte Fluggesellschaft wird den vierten Tag in Folge bestreikt. Sowohl das Kabinenpersonal als auch die Pilotinnen und Piloten der Airline wollen die Arbeit niederlegen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte bereits am Montag und Dienstag zum Arbeitskampf aufgerufen, heute und am Freitag soll nun erneut gestreikt werden.

Hunderte Flüge ausgefallen

Die Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) bestreikt alle Abflüge der Kernmarke Lufthansa von den Drehkreuzen Frankfurt am Main und München sowie Abflüge der Tochter Cityline. Sie will Druck im Streit um einen neuen Manteltarifvertrag machen. Bereits am vergangenen Freitag hatte UFO deshalb zum Streik aufgerufen.

Alleine an Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt muss die Lufthansa in dieser Woche insgesamt bis zu 3.000 Flüge streichen. Für heute registrierte der Betreiber Fraport 656 Annullierungen bei 1.313 geplanten Starts und Landungen. Die Zahlen beziehen sich auf sämtliche Airlines, während die Streichungen im Wesentlichen der Lufthansa zuzurechnen sind.

Reisende können sich über Einschränkungen online informieren.

Die Pilotengewerkschaft VC will neben der Kernmarke Lufthansa und der Cityline auch die Lufthansa-Tochter Eurowings bestreiken. Hier geht es um den Streit über die betriebliche Altersversorgung der Piloten. Eurowings schafft es nach Angaben eines Firmensprechers, mehr als 70 Prozent der geplanten Flüge in die Luft zu bringen, berichtet der HR.

Zur Begründung für den erneuten Streikaufruf erklärte VC-Präsident Andreas Pinheiro, es gebe keinerlei Bewegung seitens der Arbeitgeber.

Schlichtung abgelehnt

Ein mögliches Schlichtungsverfahren ist unterdessen abgelehnt worden. Das Unternehmen und die VC konnten sich nicht auf den Umfang der zu schlichtenden Tarifthemen einigen. Pinheiro hielt der Lufthansa vor, das Angebot abgelehnt zu haben. Die Arbeitgeberseite habe umfassende Forderungen zur Bedingung gemacht und unter anderem über abgeschlossene Tarifverträge mit teilweise langer Laufzeit reden wollen.

Die Lufthansa erklärte hingegen, dass das Ziel einer Schlichtung ausschließlich die Befriedung sämtlicher Konflikte sein müsse, so ein Sprecher. Dies sei mit der VC, die sich streikfähig habe halten wollen, nicht zu machen gewesen.

Source: tagesschau.de