Ehegattensplitting: Jemand muss ja uff die Kinder überwachen

Mehr Reformen bringen mehr Arbeitsstunden – das verkündet
die Bundesregierung in diesen Tagen
. Eine Reihe der im Moment in der
Koalition diskutierten Pläne, die die Volkswirtschaft ankurbeln sollen, soll dazu führen, dass vor allem Frauen ihre Arbeitszeit ausweiten.
Schließlich hat Deutschland ein Demografieproblem, das den Standort schwächt.

Aber geht diese Rechnung auf? Das Forschungsinstitut
Dezernat Zukunft hat in einer Studie, die der ZEIT exklusiv vorliegt, drei Reformoptionen untersucht: die Abschaffung des Ehegattensplittings, das Ende der
beitragsfreien Mitversicherung bei den Krankenkassen und eine engere Verzahnung
der verschiedenen Sozialleistungen. Das Fazit: Die erwünschten Arbeitsplatzeffekte hängen stark davon ab, ob und in welchem Umfang Betreuungsmöglichkeiten etwa in Schulen und
Kindertagesstätten ausgebaut werden. »Selbst wenn es
sich für jemanden finanziell lohnt, selbst arbeiten zu gehen, müssen die
Rahmenbedingungen vorhanden sein, mehr arbeiten gehen zu können«, heißt es in der Studie.

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