Wer eine Panne hat, ruft oft den ADAC – und der erstellt aus den Einsätzen jedes Jahr eine Pannenstatistik. Die aktuelle zeigt: Verbrenner haben deutlich mehr Pannen, als E-Autos. Ein Bauteil verursacht fast die Hälfte der Fälle.
Der ADAC hat seine aktuelle Pannenstatistik veröffentlicht. Elektroautos sind demnach deutlich zuverlässiger als Verbrenner – das hatte sich bereits bei der Vorjahresstatistik klar gezeigt.
Für die aktuelle Statistik hat der ADAC untersucht, wie viele Pannenfälle pro 1.000 Fahrzeuge im vergangenen Jahr registriert wurden und daraus die so genannte Pannenkennziffer (PKZ) errechnet. Erfasst wurden 158 Fahrzeugmodelle von 27 Herstellern. Dabei handelt es sich um die Modelle, die besonders oft in Deutschland zugelassen werden.
Ein vier Jahre altes Elektroauto wies demnach eine PKZ von 6,5 auf, gleich alte Verbrenner lagen schon bei 12,5. Der Grund dafür sei, dass in einem Elektroauto deutlich weniger verschleißanfällige Teile verbaut seien.
Die Batterie macht am meisten Probleme
Die mit Abstand häufigste Ursache für Einsätze der Pannenhilfe sei ein Defekt der Starterbatterie – und zwar unabhängig davon, wie das Auto angetrieben wird. Fast die Hälfte aller Fälle gehe darauf zurück.
Bei Elektroautos gibt es darüber hinaus laut ADAC einen auffälligen Anteil der Pannenfälle, die mit dem Bordnetz zusammenhängen. Hier sei die Pannenkennziffer sogar höher als bei Verbrennern, was ADAC-Experten auf die kompliziertere Bordelektronik bei E-Autos zurückführen. Typische Fehlerquellen beim Verbrenner seien zudem Elemente des Antriebsstrangs oder das Kraftstoffsystem.
Der Verkauf von Elektroautos ist in Deutschland zuletzt deutlich gestiegen. Von den knapp 300.000 Neuwagen, die laut Kraftfahrt-Bundesamt im März zugelassen wurden, waren 24 Prozent reine E-Autos, 40 Prozent waren Hybrid-Autos, bei denen eine kleine Batterie den Verbrennungsmotor ergänzt.
Source: tagesschau.de