Abschied von Reiner Haseloff: Der Druck ist unheimlich hoch
Bevor es gleich tief hineingeht in den Harz und in den giftig quellenden Nebel der Zukunft, verlangt diese Woche ein kurzes Innehalten und auch ein paar Blicke zurück. Reiner Haseloff tritt mit Ablauf dieses Dienstags nach fast 15 Jahren im Amt des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt zurück. Das ist, natürlich, nicht irgendein Tagesordnungspunkt im politischen Osten. Es ist vielmehr, da trägt man ausnahmsweise nicht zu dick auf, das Ende einer Ära.
Was zeichnete diese Ära und diesen Haseloff aus? Was also wird fehlen, wenn er künftig weder in der Staatskanzlei sitzt noch als gravitätisches Zentralgestirn auf der Regierungsbank im Landtag? Und wie wird der bisherige CDU-Wirtschaftsminister Sven Schulze als sein mutmaßlicher Nachfolger die verbleibenden Monate bis zur Landtagswahl nutzen, in denen er zunächst einmal kaum mehr wird sein können als ein gehobener Praktikant im Amt des Ministerpräsidenten?