„Aber welcher Müntzer ist nit zu sichern“
Der Reformator Thomas Müntzer war eine leitende Figur in den deutschen Bauernkriegen. In der DDR wurden seine Originalhandschriften Josef Stalin geschenkt und lagern bis heute im Moskauer Archiv
Das Thomas-Müntzer-Denkmal in Mühlhausen
Foto: Frank May/Picture Alliance/dpa
So heißt es in Martin Hellbergs Thomas-Müntzer-Film aus dem Jahr 1956 – dem vielleicht aufwendigsten Leinwandepos, das die DEFA jemals gedreht hat, mit dem Bühnenschauspieler Wolfgang Stumpf in der Hauptrolle. Der MDR hat den Film unlängst gezeigt, er ist noch in der Mediathek zu finden. In dieser einen Szene fast zum Schluss fleht ein sichtlich erschöpfter Bauernführer seine Frau „Otti“ an und spricht von sich in der dritten Person: „Rettet sein Wort! Rettet den Sinn der großen Sach! Dann wird auch der Müntzer gerettet!“ Und einen Atemzug später mit letzter Kraft: „Rette meine Schriften!“
Und tatsächlich: Ottilie rettet sich, das gemeinsame Kind und noch dazu Müntzers Handschriften. In der Schl