Kanye West taucht unangekündigt in Büro von Schuhmarke Skechers auf – und wird hinaus eskortiert
Kanye West bei einem Auftritt 2020
Foto: Evan Agostini / dpa
Modehersteller freuen sich normalerweise über den Besuch von Prominenten und die Aufmerksamkeit, die damit einhergeht. Nicht so in diesem Fall: Als Rapper Kanye West am Mittwoch bei dem Schuhhersteller Skechers in Los Angeles auftauchte, griffen Mitarbeiter ein – und eskortierten West hinaus. Im Anschluss veröffentlichte das Unternehmen eine deutliche Stellungnahme . Man habe »nicht die Absicht, zusammenzuarbeiten«, hieß es darin.
West sei »unangekündigt und ohne Einladung« erschienen, so das Statement weiter. Außerdem habe West, der sich inzwischen Ye nennt, »unbefugt gefilmt«. Der Vorfall ereignete sich einen Tag, nachdem Sportartikelhersteller Adidas die Zusammenarbeit mit West wegen antisemitischer Hasskommentare beendet hatte.
Adidas »duldet keinen Antisemitismus und keine andere Art von Hassrede«, hieß es vom Unternehmen. Und weiter: »Die jüngsten Äußerungen und Handlungen von Ye sind inakzeptabel, hasserfüllt und gefährlich.«
Antisemitische Äußerungen in der Öffentlichkeit
In einem Podcast hatte West zuletzt gesagt: »Ich kann antisemitische Dinge sagen und Adidas kann mich nicht fallen lassen.« In dem Video spricht West auch wiederholt über die vermeintliche Macht der »jüdischen Medien«.
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Zuvor hatte der Zentralrat der Juden Adidas aufgefordert, sich von West zu trennen. »Die täglich neuen antisemitischen Entgleisungen des Rappers sind für die Jüdinnen und Juden in Deutschland und in aller Welt unerträglich«, sagte Zentralratspräsident Josef Schuster dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Deswegen müsse Adidas »seine Zusammenarbeit mit Kanye West umgehend einstellen.«
Ex-Frau Kim Kardashian und Künstleragentur distanzieren sich
Wests Ex-Frau Kim Kardashian hat sich bereits vor einer Weile von dem Rapper distanziert. Auf Twitter schrieb sie: »Hassrede ist niemals in Ordnung oder entschuldbar. Ich stehe mit der jüdischen Gemeinde zusammen und rufe dazu auf, die schreckliche Gewalt und die hasserfüllte Rhetorik ihnen gegenüber sofort zu beenden«.
Nach Wests zahlreichen Entgleisungen hatte ihn zuletzt nach übereinstimmenden Medienberichten auch seine Künstleragentur Creative Artists Agency (CAA) vor die Tür gesetzt. CAA gilt als einflussreichste Talent- und Sportagentur der Welt. Davor hatten sich bereits diverse andere Kooperationspartner von dem US-Rapper getrennt. Dazu gehörten unter anderem das Modelabel Balenciaga, The Gap und JP Morgan.
West leidet unter einer bipolaren Störung, wie seine damalige Frau Kim Kardashian im Jahr 2020 öffentlich machte.