So kommt personalisierte Werbung im Kontext Verbrauchern an

„Bislang werden bestehende hyperpersonalisierte Angebote jedoch nur selten als hilfreich empfunden“, so die Experten des ECC Köln. Selbst im Online‑Shopping, wo die Empfehlungen am häufigsten wahrgenommen würden, bewerteten sie derzeit lediglich 39% diese nützlich.

Entsprechend groß seien die Erwartungen an KI. „Rund jede:r Zweite erhofft sich durch den Einsatz von KI bessere Einkaufs‑ und Serviceerlebnisse“, teilen die Handelsforscher mit. 46% rechneten mit präziseren und passgenaueren Empfehlungen. „Entscheidend ist dabei aber die richtige Aufgabenteilung: Während KI datengetriebene Präzision und Effizienz liefern kann, bleibt menschliche Interaktion an emotionalen und beratungsintensiven Touchpoints weiterhin unverzichtbar.“

Angst vor Manipulation

Ein weiteres Umfrage-Ergebnis: Für die Akzeptanz hyperpersonalisierter Angebote sind Transparenz und Selbstbestimmung entscheidend. 85% der Konsumenten wollen nachvollziehen, warum ihnen bestimmte Inhalte ausgespielt werden. Zudem wünscht sich die große Mehrheit (93%), selbst festlegen zu können, wie stark Angebote personalisiert sind. Ein Grund dafür liegt laut der Erhebung in der Angst vor Manipulation des eigenen Kaufverhaltens (73%) sowie vor weniger Angebotsvielfalt (76%). „Doch besonders finanzielle Anreize wie individuelle Rabatte oder Gutscheine erhöhen die Bereitschaft zur Datenfreigabe und erweisen sich als zentraler Hebel für die Akzeptanz von Hyperpersonalisierung“, teilt das ECC Köln mit.