Mietenkataster in Berlin: Bloß keine Mietdatenbank
Es gibt noch Jobs in Berlin. Zumindest beim Staat. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sucht derzeit gleich mehrere »Sachbearbeitende mit Interesse an der Verfolgung überhöhter Mieten«. Dafür dürften sich genügend Bewerber finden. Und natürlich ist die Mietkontrolle in der von chronischer Wohnungsnot geplagten Hauptstadt ein Vollzeitjob (»39,4 Wochenstunden«).
Der Subtext ist klar: Das Problem ist groß, aber wenn es jemand in den Griff bekommt, dann die Verwaltung. Praktischerweise wird die Arbeit für die Planstellen gleich mit geschaffen. Berlin will ein digitales Mietenkataster einführen, wie die Fraktionschefs von CDU und SPD nach einer gemeinsamen Fraktionsklausur am Dienstagabend bestätigten. Vermieter sollen dem Amt demnächst unter anderem melden, wie groß ihre Wohnung ist, wo sie liegt und welche Miete sie verlangen. Damit dann eine Behörde prüfen kann, wer zu viel kassiert. Wobei: Vielleicht macht das auch eine KI, die die Angaben dann gleich mit dem lokalen Mietspiegel abgleicht. Aber wozu benötigt man dann eigentlich noch die Sachbearbeitenden?