Maximilian Brückner reichlich „Kommissar Rex“: „Für mich war das der erste Superheld“






Mit „Kommissar Rex“ übernimmt Maximilian Brückner eine Rolle mit großem Erbe. Schon als Kind war der Schäferhund für ihn ein Held.

Mit dem Comeback von „Kommissar Rex“ am 13. April (20:15, Sat.1 und Joyn) kehrt ein echter Fernsehklassiker zurück. Für Schauspieler Maximilian Brückner (47) beginnt damit ein neues Kapitel: Künftig ermittelt er in sechs Folgen als Kommissar Max Steiner an der Seite des wohl berühmtesten Schäferhunds des deutschsprachigen Fernsehens.



Die Rolle bringt allerdings hohe Erwartungen mit sich. Für viele Zuschauer bleibt der Name Rex untrennbar mit Tobias Moretti (66) verknüpft, der die Serie in den 1990er-Jahren prägte. Brückner begegnet diesem Erbe jedoch mit bemerkenswerter Gelassenheit. „Ich freue mich einfach“, erklärt der Schauspieler im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

Eine Serie, die seine Kindheit geprägt hat

Seine Verbindung zu „Kommissar Rex“ reicht bis in die Kindheit zurück. Schon damals gehörte Rex für ihn zum festen Fernsehprogramm. „Für mich war das so der erste Superheld auf eine gewisse Art“, erinnert sich Brückner. Während Comicfiguren für viele Gleichaltrige Vorbilder waren, habe ihn vor allem der Schäferhund beeindruckt. „Als Kind kannte ich Spider-Man noch nicht. Aber da war dieser Hund – und der hatte halt Superkräfte in meinen Augen.“


Dass er nun selbst an der Seite des legendären Vierbeiners ermittelt, empfindet er deshalb als besondere Verantwortung. Zugleich ist es für ihn eine Herausforderung, die ihn reizt.

Der Reiz des Ungewissen

Brückner beschreibt sich selbst als jemanden, der sich bewusst auf Projekte einlässt, deren Ausgang offen ist. „Das Scheitern gehört halt dazu“, sagt er. „Natürlich will ich nicht scheitern – aber ich finde diesen Reiz, dass man auch auf die Schnauze fliegen kann, interessant.“




Gerade bei einer bekannten Serie wie „Kommissar Rex“ lasse sich vieles ohnehin nicht steuern – seien es Publikumserwartungen, nostalgische Erinnerungen oder veränderte Sehgewohnheiten. Für Brückner bleibt deshalb vor allem eines: sich ganz auf seine Figur zu konzentrieren.


„Ich mag die Figur so, wie ich sie mir zurechtgebastelt habe“, sagt Brückner. „Ich gebe mein Bestes – der Rest liegt nicht mehr in meiner Hand.“

Eine ungewöhnliche Dynamik zwischen Mensch und Hund

Sein Kommissar Max Steiner unterscheidet sich bewusst von klassischen TV-Ermittlern. Brückner beschreibt das Verhältnis zu Rex weniger als Hierarchie zwischen Mensch und Tier, sondern eher als eigenwillige Partnerschaft.





„Ich habe versucht, dass wir wie zwei alte Junggesellen sind.“ Steiner rede mit dem Hund oft ganz selbstverständlich, ohne ihn ständig als Tier zu behandeln. „Ich vergesse manchmal, dass es ein Hund ist.“

Gerade dieses leicht Absurde interessiert den Schauspieler. Wenn der Kommissar seinen vierbeinigen Partner wie einen Kollegen behandle, entstehe eine besondere Dynamik. „Das kann manchmal ein bisschen schräg wirken – aber genau das finde ich spannend.“

Dreharbeiten mit einem unberechenbaren Partner

So ungewöhnlich wie der Serienpartner ist auch die Arbeit am Set. Ein tierischer Hauptdarsteller bringt zwangsläufig eigene Regeln mit sich. Brückner erinnert sich, dass er vor den Dreharbeiten durchaus Respekt davor hatte.





Beim Casting etwa habe die Zusammenarbeit mit dem Casting-Hund überhaupt nicht funktioniert. „Der Hund hat gar nicht auf mich reagiert“, erzählt er.

Inzwischen hat sich das jedoch deutlich geändert. „Ich komme jeden Tag und freue mich, wenn ich ihn sehe“, sagt der Schauspieler über seinen vierbeinigen Kollegen. Dennoch bleibe ein Hund am Set immer ein Faktor, der sich nicht vollständig planen lasse. „Du hast immer ein freies Radikal dabei“, beschreibt Brückner die Situation. Genau das mache die Arbeit aber auch lebendig.

Wenn der Dreh plötzlich pausieren muss

Wie unvorhersehbar Dreharbeiten mit einem Tier sein können, zeigte sich bei einer Szene am Donaukanal. Rex sollte eine kurze Strecke laufen – stattdessen rannte er plötzlich davon. „Der ist einfach gelaufen und gelaufen“, erinnert sich Brückner. „Irgendwann hast du ihn gar nicht mehr gesehen.“

Solche Momente gehören für ihn zum Alltag dieser Produktion. Sie erinnern daran, dass Rex kein Spezialeffekt ist, sondern ein echter Hund mit eigenem Charakter. Für Brückner macht genau das den besonderen Reiz aus: eine Kultserie neu zu erzählen – mit einem Partner, der sich nicht an Drehbücher hält.

SpotOnNews

Source: stern.de