Wahl in Ungarn: Wahllokale in Ungarn geschlossen – Auszählung beginnt
Unterschiedliche Regelungen für Ungarn im Ausland
Die ungarischen Minderheiten in den Nachbarländern dürfen per Briefwahl wählen. Allein in Rumänien sind 300.000 Ungarn registriert, angesichts der nationalistischen Rhetorik von Orbán unterstützen sie eher die Regierungspartei Fidesz. In Westeuropa arbeitende Ungarn, denen mehrheitlich eine eher Orbán-kritische Haltung unterstellt wird, dürfen dagegen nicht per Briefwahl wählen. Die 200.000 Ungarn in Deutschland müssen demnach ihre Stimmen in den Konsulaten, der Botschaft oder bei einem Heimaturlaub in Ungarn abgeben. Das erschwert die Wahlteilnahme.
Steigt die Wahlbeteiligung noch auf über 80 Prozent?
In einigen Regionen sind die 80 Prozent bereits geknackt. In Budapest haben 80,96 Prozent ihre Stimme abgegeben, in den westlichen Regionen Györ-Moson-Sopron (81,95 Prozent) und Vas (81,56 Prozent) liegt die Beteiligung sogar noch höher.
Die Wahllokale sind geschlossen
Wer ist Péter Magyar?
Zwei Jahre später ist Magyar der gefährlichste Gegner des ungarischen Ministerpräsidenten – vielleicht auch deshalb, weil sie sich als ehemalige Parteigenossen in manchen Punkten gar nicht so uneinig sind, wie mein ZEIT-Kollege Ulrich Ladurner schreibt. Anders sieht das aber zum Beispiel beim Verhältnis zur Europäischen Union aus.
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Orbán will Wahlergebnis nach eigenen Angaben anerkennen
Trotz eines Vorsprungs für die Oppositionspartei Tisza in den Umfragen von sieben bis neun Prozentpunkten, gilt der Ausgang als offen. Dies liegt unter anderem an einem von Orbáns Fidesz-Partei geänderten Wahlrecht. Es begünstigt ländliche Wahlkreise, in denen Fidesz traditionell stark ist, gegenüber den Städten. Experten zufolge benötigt die Opposition daher landesweit einen Vorsprung von mindestens fünf bis sieben Prozentpunkten, um eine parlamentarische Mehrheit zu erringen.
Der Endspurt läuft
Das Ende von Orbán?
Der Opposition um seinen Herausforderer Péter Magyar von der Mitte-rechts-Partei Tisza werden den Umfragen nach zum ersten Mal große Chancen zugerechnet. Wer ist Magyar? Wieso steht Orbán diesmal so schlecht dar? Alles Wichtige zur Wahl in Ungarn haben meine Kollegen Anna-Lena Schlitt, Konstantin Zimmermann und Claudia Thaler für Sie zusammengefasst.
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Müder Orbán im Wahlkampfendspurt
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Der Zeitplan für heute
Die Wahlbehörde wird ab 20 Uhr erste Auszählergebnisse auf ihrer Webseite veröffentlichen. Doch diese Zahlen sind anfangs noch mit Vorsicht zu genießen. Die Auszählung wird sich bis in den Abend hinein ziehen. Das heißt: Das anfängliche Ergebnis kann sich später noch drehen.
Wahlbeteiligung von 2022 bereits übertroffen
Besonders hoch ist die Wahlbeteiligung in der Hauptstadt Budapest, wo bis 17 Uhr 77,18 Prozent gewählt haben.
Orbán und Magyar geben sich siegessicher
Ebenfalls siegessicher gab sich Regierungschef Viktor Orbán, dessen Fidesz-Partei in allen Umfragen der vergangenen Wochen aber hinter der oppositionellen Tisza lag. „Ich bin gekommen, um zu gewinnen“, sagte Orbán. Die Frage eines Journalisten, ob er seinem Kontrahenten im Fall von dessen Sieg gratulieren werde, bejahte der Rechtspopulist.
Rekordwahlbeteiligung zeichnet sich ab
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Warum ist die Wahl so wichtig?
International erfährt Orbán Rückendeckung sowohl aus Washington, D. C. als auch aus Moskau. US-Vizepräsident JD Vance kam sogar selbst vor wenigen Tagen zu einem Wahlkampfauftritt nach Budapest.
Die wichtigste Wahl des Jahres in Europa
Für die EU ist es die wohl wichtigste Wahl in diesem Jahr: Bleibt Rechtspopulist und EU-Kritiker Viktor Orbán an der Macht oder kann ihn der Oppositionelle Péter Magyar aus dem Amt drängen?
Gemeinsam mit unseren ZEIT-Kollegen Alexander Kauschanski und Ulrich Ladurner vor Ort in Budapest begleiten wir Sie hier im Liveblog durch den Wahlabend.
