Verhandlungen vorerst pausiert – Ausgang macht laut Trump „keinen Unterschied“

Eine erste Verhandlungsrunde zwischen den USA und Iran ist ergebnislos zu Ende gegangen. Bereits im Vorfeld hatte sich Donald Trump demonstrativ unbeeindruckt gezeigt. Der US-Präsident erklärte, ein Deal mit Teheran mache für ihn „keinen Unterschied“ – die USA hätten bereits „gewonnen“.

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Bei den Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad haben die Unterhändler nach Angaben iranischer Staatsmedien eine Pause eingelegt. „Ende der 15-stündigen Marathongespräche am ersten Tag der Iran-USA-Gespräche in Islamabad“, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim in der Nacht auf Sonntag. Die iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtete, die Gespräche würden am Sonntag nach Sonnenaufgang fortgesetzt.

Hochrangige Vertreter der USA und des Iran hatten am Samstag in Islamabad unter Vermittlung Pakistans Gespräche im Bemühen, den Iran-Krieg zu beenden. Die USA werden von US-Vizepräsident JD Vance, dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner vertreten. Für den Iran sind unter anderem Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi nach Islamabad gereist.

„Wir haben sie militärisch besiegt“

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor die Bedeutung der Friedensgespräche mit dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad kleingeredet. „Ob wir einen Deal machen oder nicht, macht für mich keinen Unterschied“, sagt Trump am Samstag am Weißen Haus zu Journalisten. „Der Grund ist, dass wir gewonnen haben.“

Die USA würden „sehr tiefgehende Verhandlungen“ mit dem Iran führen, hätten aber ohnehin gewonnen, sagte der US-Präsident. „Wir haben sie militärisch besiegt.“

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Die USA und Israel hatten am 28. Februar Angriffe auf den Iran gestartet. Nach fünf Wochen Krieg einigten sich die Konfliktparteien vor wenigen Tagen auf eine zweiwöchige Feuerpause. In dieser Zeit soll unter Pakistans Vermittlung über ein dauerhaftes Ende des Krieges verhandelt werden. Die Positionen der Kriegsparteien liegen aber extrem weit auseinander.

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Trump bekräftigte am Samstag Angaben des US-Militärs, wonach zwei US-Kriegsschiffe die Straße von Hormus passiert hätten. „Wir haben dort Minenräumer. Wir räumen die Straße.“ Die strategisch wichtige Meerenge werde geöffnet, sagte der Präsident.

Der Iran hat die US-Angaben über die Durchfahrt zweier US-Kriegsschiffe bestritten. Die entsprechenden Angaben des für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommandos Centcom würden „scharf zurückgewiesen“, erklärte der iranische Armeesprecher Ebrahim Zolfaghari nach Angaben des Staatsfernsehens.

Die iranischen Revolutionsgarden erklärten später, sie würden „streng“ gegen Versuche von Kriegsschiffen vorgehen, die Meerenge zu passieren. Die Marine der Revolutionsgarden habe die „volle Autorität“ zur Kontrolle der Straße von Hormus. Eine Durchfahrt werde nur „zivilen Schiffen unter bestimmten Bedingungen“ gestattet. Seit Beginn des Iran-Kriegs ist die Straße von Hormus, durch die normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten Erdöltransports verläuft, durch das iranische Militär de facto weitestgehend gesperrt.

AFP/jmr

Source: welt.de