USA stellen laut iranischen Medien unter Verhandlungen „inakzeptable Forderungen“

Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben begonnen. Iranische Medien berichten über große Differenzen mit den USA. Das US-Militär teilt mit, zwei seiner Kriegsschiffe hätten erstmals seit Kriegsbeginn die Straße von Hormus durchfahren. Mehr im Liveticker.

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Am 28. Februar begannen die USA und Israel, den Iran anzugreifen. Führungsfiguren des Regimes in Teheran wurden ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgte Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nahmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockierten weitgehend die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft. Nun einigten sich die USA und der Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe.

Alle Ereignisse rund um den Krieg in Nahost im Liveticker:

21:13 Uhr – Iranische Medien: USA stellen bei Verhandlungen „inakzeptable Forderungen“

Bei den direkten Gesprächen zwischen Vertretern Washingtons und Teherans über ein Ende des Krieges haben die USA nach Angaben Iranischer Medien „inakzeptable Forderungen“ gestellt. „Die USA stellen exzessive Forderungen bezüglich der Straße von Hormus und haben auch in mehreren anderen Fragen inakzeptable Forderungen gestellt“, berichtete am Samstagabend die Nachrichtenagentur Fars. Auch die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete von „exzessiven Forderungen“ der USA, vor allem zur Straße von Hormus.

20:02 Uhr – Iranisches TV: Nächste Gesprächsrunde noch Samstagabend

Das Iranische Staatsfernsehen berichtet, eine dritte Zusammenkunft zu den Verhandlungen mit den USA in Islamabad werde es noch am Samstagabend geben.

19:06 Uhr – Zwei US-Kriegsschiffe haben Straße von Hormus durchfahren

Das US-Militär teilt mit, zwei seiner Kriegsschiffe hätten die Straße von Hormus durchfahren. Das sei Teil des Vorhabens, mit der Minenräumung in der Passage zu beginnen, erklärt das US-Zentralkommando Centcom auf X. Die beiden Kriegsschiffe USS Frank E. Peterson (DDG 121) und USS Michael Murphy (DDG 112) seien Teil einer „umfassenderen Mission, die sicherstellen soll, dass die Straße vollständig von den zuvor von den Iranischen Revolutionsgarden verlegten Seeminen befreit wird“.

„Heute haben wir mit der Einrichtung einer neuen Passage begonnen und werden diesen sicheren Weg bald mit der Schifffahrtsindustrie teilen, um den freien Warenverkehr zu fördern“, sagte Admiral Brad Cooper, Kommandeur des Centcom. US-Präsident Trump hatte zuvor erklärt, sein Land habe mit dem „Prozess zur Freigabe der Straße von Hormus“ begonnen.

19:02 Uhr – Verhandlungen Iran/USA beim Thema Straße von Hormus in der Sackgasse

Die „Financial Times“ berichtet, die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA seien bei der Frage der Straße von Hormus in eine Sackgasse geraten.

18:50 Uhr – Irans Marine warnt US-Kriegsschiff wegen Straße von Hormus

Irans Marine warnt mit Beginn der Friedensverhandlungen ein US-Kriegsschiff vor einer Durchquerung der Straße von Hormus. Die Streitkräfte der Islamischen Republik beobachteten den US-Zerstörer genau, hieß es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. Sollte das Schiff seinen Kurs fortsetzen, drohe ein Angriff.

17:59 Uhr – Weißes Haus: USA und Iran sprechen direkt miteinander

Bei den Friedensverhandlungen in Islamabad sprechen nach Angaben des Weißen Hauses die USA und der Iran direkt miteinander, unter Anwesenheit von Vertretern Pakistans. Ein hochrangiger Regierungsbeamter des Weißen Hauses bestätigte ein trilaterales Treffen an diesem Samstag. Zuvor hatte es bereits aus pakistanischen Sicherheitskreisen geheißen, dass es direkte Gespräche gebe.

Die von Pakistan vermittelte Verhandlungsrunde ist laut „New York Times“ das hochrangigste direkte Treffen zwischen US-amerikanischen und Iranischen Beamten seit der Islamischen Revolution im Iran 1979. Nach dieser hatten sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern dauerhaft stark verschlechtert.

15:29 Uhr – USA räumen nach Angabe von Trump die Straße von Hormus

Das US-Militär startet nach Angaben von Präsident Donald Trump die Öffnung der Straße von Hormus. „Wir beginnen jetzt mit dem Prozess der Räumung der Straße von Hormus“, schreibt er in sozialen Medien. Was er damit genau meint, bleibt zunächst offen. Weiter erklärt das amerikanische Staatsoberhaupt, alle iranischen Minenleger seien versenkt worden. Iran hat die Meerenge während des Krieges mit den USA geschlossen.

Auf „Truth Social“ schrieb Trump weiter, die Räumung sei ein Gefallen „für Länder auf der ganzen Welt, darunter China, Japan, Südkorea, Frankreich, Deutschland und viele andere. Unglaublicherweise haben sie nicht den Mut oder den Willen, diese Arbeit selbst zu erledigen.“

Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) erklärte am Abend, einen Marineeinsatz zur Räumung von Seeminen begonnen zu haben. Zwei Zerstörer hätten dazu die Straße von Hormus passiert und im Arabischen Golf operiert, hieß es in einer Mitteilung von Centcom auf X.

15:23 Uhr – Gespräche zwischen Iran, USA und Pakistan

Iran, die USA und Pakistan haben Dreiergespräche gestartet. Das meldet die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna. Zuvor seien Fortschritte erzielt worden. Die israelischen Angriffe auf den Südlibanon seien zurückgegangen und weitere Vorbedingungen erfüllt worden.

14:24 Uhr – Iran pocht auf Waffenruhe im Libanon

Der Iran steht nach Angaben des Außenministeriums in Kontakt mit dem Libanon, um die Einhaltung der Waffenruhe an allen Fronten sicherzustellen. Dies erklärt der Sprecher des Ministeriums im staatlichen Fernsehen aus der pakistanischen Hauptstadt Islamabad.

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13:26 Uhr – Iran übermittelt „rote Linien“ für Verhandlungen

Iran zieht nach dem Bericht eines Reporters des staatlichen Fernsehens rote Linien für die Verhandlungen mit den USA. Demnach müssen die Nutzung der Straße von Hormus, Reparationszahlungen, die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte und eine für die ganze Region geltende Feuerpause vereinbart werden, berichtet der Reporter. Diese Forderungen seien der pakistanischen Regierung ​übergeben worden. In Islamabad sind Unterhändler beider Seiten eingetroffen. Die Verhandlungen werden von der pakistanischen Regierung vermittelt.

13:18 Uhr – Streit um eingefrorene Vermögen

Ein Vertreter der US-Regierung hat am Samstag Berichte dementiert, wonach die USA der Freigabe eingefrorener iranischer Vermögen zugestimmt hätten. Zuvor hatte ein hochrangiger iranischer Insider dies der Nachrichtenagentur Reuters gesagt. Die Freigabe der Mittel sei an ⁠die ​Gewährleistung einer ‌sicheren Durchfahrt durch die Straße von Hormus geknüpft, sagte der Insider. Die Meerenge ist von großer Bedeutung für den Transport von Öl und Gas der Golfstaaten an Abnehmer weltweit. Ein zweiter iranischer Insider bezifferte die Summe der in Katar gehaltenen Gelder der Islamischen Republik auf ‌sechs Milliarden Dollar. Die Mittel stammen aus ⁠iranischen Ölverkäufen an ​Südkorea.

12:45 Uhr – Pakistan erklärt Friedensgespräche für eröffnet

Der pakistanische Regierungschef Shehbaz Sharif hat die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran in Islamabad für eröffnet erklärt. „Mit dem Beginn der Gespräche von Islamabad heute hat der Premierminister von Pakistan, Muhammad Shehbaz Sharif, ein Treffen mit Seiner Exzellenz J.D. Vance, dem Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, abgehalten“, teilte Sharifs Büro am Samstag mit. Zuvor hatte Sharif Medienberichten zufolge die iranische Delegation empfangen.

12:24 – Chamenei-Sohn durch US-Angriff entstellt?

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass sich der Oberste Führer des Irans, Ajatollah Modschtaba Chamenei, weiter von schweren Verletzungen erholen muss, die er bei dem Luftangriff zu Beginn des Krieges erlitten hat. Das Gesicht des 56-Jährigen sei beim Beschuss des Gebäudekomplexes des geistlichen und politischen Oberhauptes ​im Zentrum Teherans entstellt worden, sagten drei Personen aus dem engeren Umfeld Chameneis der Nachrichtenagentur Reuters. Zudem habe er eine erhebliche Verletzung an einem oder beiden Beinen erlitten.

Bei dem Angriff am Anfang des von den USA und Israel ⁠am 28. Februar begonnenen Krieges wurde das damalige Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet. Zum Nachfolger wurde sein Sohn Modschtaba Chamenei gewählt, der seither jedoch nicht in der Öffentlichkeit aufgetreten ist.

12:13 Uhr – Streit über eingefrorene Gelder des Iran

Die USA stimmen einem iranischen Insider zufolge der Freigabe eingefrorener Gelder in Höhe von sechs Milliarden Dollar zu. Dies sei an die Gewährleistung einer sicheren Durchfahrt durch die Straße von Hormus ​geknüpft, sagt der hochrangige Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Er werte den Schritt als Zeichen der Ernsthaftigkeit bei den Verhandlungen mit den USA in Islamabad.

Kurz darauf hat ein Vertreter der US-Regierung Berichte dazu dementiert, wonach die USA der Freigabe eingefrorener iranischer Vermögen zugestimmt habe. Die Nachrichtenagentur Reuters hat zuvor unter Berufung auf einen hochrangigen iranischen Insider berichtet, die USA hätten der Freigabe iranischer Vermögen zugestimmt. Diese würden in Katar und anderen ausländischen Banken ​gehalten.

11:42 Uhr – Iran ruft USA zu mehr „America First“ auf

Der iranische Vizepräsident Mohammed Resa Aref hat die US-Regierung aufgerufen, bei den Friedensverhandlungen die Interessen ihres Landes über die Israels zu stellen. Falls die US-Unterhändler bei den Gesprächen am Samstag in Pakistan Präsident Donald Trumps Devise „America First“ beherzigten, sei ein Abkommen möglich, schrieb Aref in sozialen Medien. „Sollten wir es jedoch mit Vertretern von ‚Israel First‘ zu tun haben, wird es keine Einigung geben“, fügte er hinzu.

Aref warnte: Sollten die Gespräche scheitern und die USA und Israel den Krieg gegen den Iran wieder aufnehmen, werde „die Welt mit höheren Kosten konfrontiert sein“.

11:26 Uhr – Vance trifft zunächst Pakistans Regierungschef

Vor Beginn der US-iranischen Verhandlungen über eine Beendigung des Iran-Kriegs in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad ist die iranische Delegation Medienberichten zufolge mit Pakistans Regierungschef Shehbaz Sharif zusammengekommen. „Die Modalitäten für die Gespräche zwischen dem Iran und den USA werden am Ende dieses Treffens festgelegt“, berichtete das staatliche iranische Fernsehen am Samstag.

11:22 Uhr – Hisbollah-Miliz nach Angaben Israels eingekreist

Israelische Truppen haben Medienberichten zufolge eine Hochburg der proiranischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon eingekreist. In der Stadt Bint Dschubail, die wenige Kilometer von der israelischen Grenze entfernt liegt, seien nach Schätzungen Dutzende Hisbollah-Kämpfer seit vier Tagen eingeschlossen, berichtete das israelische Nachrichtenportal „ynet“. Ähnliche Berichte kamen aus dem Libanon.

10:34 Uhr – Hisbollah und Israel beschießen sich

Das israelische Militär und die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon beschießen sich weiter gegenseitig. Im Libanon meldete die staatliche Nachrichtenagentur israelische Luftangriffe am frühen Morgen in der Region um Nabatija im Süden des Landes. Drei Menschen seien getötet worden, als ein Wohngebäude durch einen Angriff zerstört wurde. Auch in anderen Teilen des Südens kam es demnach weiter zu Angriffen. Ein israelischer Armeesprecher sagte, man prüfe die Berichte.

09:11 Uhr – Trump feiert Tanker, die auf Kurs in die USA sind

Donald Trump freut sich auf seiner Plattform „Truth Social“ über eine „Welle an leeren Tankern“, die sich auf dem Weg in die USA befinden würden, um dort Rohöl zu beschaffen. Einen entsprechenden Post kommentierte er als „großartig“.

dpa/AFP/AP/Reuters/ceb/saha/mol

Source: welt.de