AfD in Fürstenwalde: Was nachdem jener Brandmauer kommt

Es ist ein Wohnmobil, mit dem der Bürgermeister am Bahnhof ankommt, auf der Wagenseite blitzt sein Konterfei in der Sonne. Matthias Rudolph steigt aus, grüßt, klappt das Schild seiner Wählerinitiative auf und stellt sich daneben.

Rudolph, Ex-Fallschirmspringer, 49 Jahre alt, geht alles Melancholische ab. Kerzengerade steht er neben dem Wagen, lächelnd, auch ein wenig lauernd. Nach und nach bleiben Leute stehen. Manche machen Selfies mit dem Bürgermeister.

Dann tritt eine Frau hinzu, vielleicht Mitte dreißig. Erst plaudern sie, schließlich sagt sie: „Ich hab‘ Angst vor der AfD. Mein Kind ist trans. Ich mach‘ mir echt Sorgen, was passiert, wenn die drankommen.“