„Führungskräfte privat zur Verantwortung ziehen“ – Großbritannien droht Tech-Chefs mit Gefängnis
Die britische Regierung will stärker gegen KI-generierte sexuelle Darstellungen im Internet vorgehen. Weigern sich Plattformen, entsprechende mit Künstlicher Intelligenz hergestellte Bilder oder Videos zu löschen, könnten „Führungskräfte des Technologie-Sektors persönlich zur Verantwortung gezogen werden“, heißt es in einer Erklärung der Medienaufsichtsbehörde Ofcom vom Freitag. Dies schließe Geld- und Gefängnisstrafen ein.
Über einen entsprechenden Gesetzesvorschlag der regierenden Labour-Partei wird derzeit im britischen Unterhaus diskutiert. Das Erstellen und Teilen sexueller Deepfakes ohne Zustimmung der dargestellten Menschen ist in Großbritannien bereits seit Februar strafbar.
Aufhänger war damals vor allem der KI-Chatbot Grok, der in den Onlinedienst X integriert ist und Bilder und Videos mit sexuellem Inhalt erstellen kann.
Die britische Regierung hatte Unternehmen, die sich weigern, Bilder und Videos innerhalb einer bestimmten Frist zu löschen, bereits mit Geldstrafen von bis zu zehn Prozent ihres weltweiten Umsatzes und einer Sperrung der Dienste in Großbritannien gedroht.
Eine ebenfalls am Freitag vorgestellte Änderung des Gesetzesvorhabens betrifft laut Regierung pornografisches Material, das mithilfe von KI erstellt wurde und „inzestuöse Handlungen oder die Darstellung von Kindern mit Erwachsenen zeigt“. Deren Erstellung und Verbreitung könnte demnach ebenfalls bald strafbar werden.
Source: welt.de