Flink-Gründer startet KI-Startup und sammelt 6 Millionen Dollar ein
Mit KI und automatisierten Eingriffen will das Berliner Startup Blocks eines der größten Kostenprobleme moderner Tech-Unternehmen lösen.
Flink-Gründer Oliver Merkel hat offenbar noch nicht genug gebaut: Nach dem Lieferdienst steigt er jetzt in ein Problem ein, das viele Startups lieber verdrängen – ihre explodierenden Cloud-Kosten. Gemeinsam mit Seriengründer Andreas Schroeter hat er in Berlin das Startup Blocks gegründet.
Cloud-Infrastruktur ist für Softwareunternehmen heute Standard und gleichzeitig einer der Kostenfaktoren, die sich am schwersten im Griff behalten lassen. Ausgaben wachsen mit der Nutzung und werden in vielen Firmen erst spät aktiv gesteuert. Häufig bleibt es beim Blick auf Auswertungen und Dashboards, während die eigentliche Infrastruktur still vor sich hinläuft, als würde sie niemand beobachten.
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Automatisierung statt reiner Analyse
Blocks verfolgt nach eigenen Angaben einen stärker operativen Ansatz. Mithilfe von KI-gestützten Prozessen und sogenannten agentischen DevOps-Mechanismen soll Cloud-Infrastruktur kontinuierlich optimiert werden. Dabei geht es nicht nur um Empfehlungen, sondern um konkrete Anpassungen im laufenden Betrieb.
6 Millionen Dollar für den Aufbau und frühe Kunden
Für die Weiterentwicklung hat Blocks 6 Millionen US-Dollar in einer Pre-Seed-Runde eingesammelt. Die Finanzierung wurde vom VC Speedinvest angeführt. Ebenfalls beteiligt sind Caesar Ventures sowie mehrere europäische Gründer aus dem Umfeld von Unternehmen wie JustEatTakeaway, Flix oder SellerX.
Blocks richtet sich vor allem an Startups und wachsende Technologieunternehmen, die stark auf Cloud-Infrastruktur angewiesen sind, aber keine spezialisierten FinOps-Teams haben. In dieser Zielgruppe stehen Geschwindigkeit und Produktentwicklung meist im Vordergrund, während Kostenoptimierung oft erst später eine Rolle spielt.
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Nach Angaben des Unternehmens nutzen bereits mehr als 50 Firmen in Europa die Plattform. In den kommenden Monaten soll der Zugang erweitert werden. Langfristig will Blocks sich als zusätzliche Ebene im Cloud-Stack positionieren, und zwar als System, das Kostenmanagement stärker automatisiert in bestehende Infrastruktur integriert. Ob sich damit auch die Cloud-Rechnungen so schnell senken lassen wie neue Startups gegründet werden, wird sich zeigen.
Source: businessinsider.de