Zum Jubiläum die besten Orchester welcher Welt

Noch bevor die Elbphilharmonie selbst und ihr Residenzorchester ihre Programme für die Saison zum zehnjährigen Bestehen des Konzerthauses vorlegen, stellte Hamburgs größter privater Klassik-Veranstalter ProArte sein hochklassiges Programm der kommenden Saison vor. ProArte-Geschäftsführer Burkhard Glashoff erinnerte dabei an die Erfolgsgeschichte der Elbphilharmonie seit ihrer Eröffnung am 11. Januar 2017. Für die Jubiläumssaison hat Glashoff nicht nur „Die besten Orchester der Welt“, sondern zudem eine ganze Reihe von Klassik-Superstars engagiert. Allen voran wird der Pianist Lang Lang die fünf Klavierkonzerte von Ludwig van Beethoven im großen Saal der Elbphilharmonie erklingen lassen. Denn 2027 steht auch der Komponist im Fokus, aus Anlass seines 200. Todestages am 26. März.

Dabei spielt Lang Lang die ersten beiden Klavierkonzerte gemeinsam mit dem Boston Symphony Orchestra unter Leitung von Andris Nelsons (15./16. März 2027). Die restlichen drei bringt der Meisterpianist am 7., 8., und 9. Juni 2027 am selben Ort zur Aufführung, gemeinsam mit dem Gewandhausorchester, das ebenfalls von Nelsons geleitet wird. Erfreut zeigte sich Glashoff auch, „dass es gelungen ist, das Chicago Symphony Orchestra mit seinem designierten Music Director Klaus Mäkelä in der Jubiläumswoche nach Hamburg zurückzuholen.“ Schließlich war das Orchester 2017 das erste internationale Gastorchester in der Elbphilharmonie.

Das Eröffnungskonzert der ProArte-Saison bestreitet am 2. September 2026 im der Elbphilharmonie das Pittsburgh Symphony Orchestra, das trotz seiner Qualitäten allerdings nicht zu den besten Orchestern der Welt gezählt wird. Die Besten der Besten folgen jedoch alsbald. Neben den bereits erwähnen Sinfonieorchestern aus Boston und Chicago kommt auch das New York Philharmonic unter Leitung von Gustavo Dudamel (18. Oktober) und hat Mahlers fünfte Sinfonie im Hamburg freundlich zugeneigten Gepäck. Damit stehen in der Jubiläumssaison drei der amerikanischen Big Five Orchester in der Hansestadt auf der Bühne. Genau genommen sogar vier, denn das Cleveland Orchestra ist am 2. Oktober zu Gast, in der Reihe „Faszination Klassik“.

Acht internationale Spitzenorchester von Wien bis New York

Den Auftakt zum Gipfeltreffen in der Elbphilharmonie machen am 8. September die Wiener Philharmoniker, auf die New Yorker folgt am 11. November das Koninklijk Concertgebouworkest, wie die Chicagoer unter Leitung von Klaus Mäkelä. Das London Philharmonic Orchestra wird von Edward Gardner dirigiert und bringt gemeinsam mit der Pianistin Alice Sara Ott auch das vierte Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven mit. Wer möchte, kann also diese Version mit jener von Lang Lang vergleichen. Zwei weitere Spitzenorchester beschließen die Reihe. Die Tschechische Philharmonie unter Leitung von Semyon Bychkov, mit Seong-Jin Cho am Klavier (14. April 2027). Dem südkoreanischen Star widmet ProArte ebenfalls einen Schwerpunkt mit vier Konzerten. Und last but not least sind die Berliner Philharmoniker zu Gast, dirigiert von Kirill Petrenko und mit Beethovens sechster Sinfonie „Pastorale“ auf dem Programm.

Insgesamt veranstaltet ProArte in der kommenden Saison 75 Konzerte, davon 55 im großen Saal der Elbphilharmonie. Je acht Konzerte erklingen im kleinen Saal der Elphi und in der Laeiszhalle, wo traditionell die Reihe „Meisterpianisten“ stattfindet. Mit vier jahreszeitlich-kirchenfestlichen Konzerten wird der Michel bespielt. Zu den Meisterpianisten zählt Igor Levit, der über Beethovens Musik sagt: „Es ist die menschlichste Musik von allen.“ Aus Anlass des Beethovenjahrs präsentiert Levit in Elbphilharmonie und Laeiszhalle sämtliche 32 Klaviersonaten des Meisterpianisten der Wiener Klassik. Weil diese Zahl den Rahmen einer Saison sprengen würde, erstrecken sich die Sonatenkonzerte Levits auch über die Folgesaison 27/28. Die Konzerttermine reichen vom Auftakt am 13./14. Oktober in der Laeiszhalle bis zum 14. Juni 2028, wo der Zyklus wieder in der Laeiszhalle endet.

Klassikstars wie Anne-Sophie Mutter, Seong-Jin Cho und Igor Levit

Weiter Meisterpianisten bei ProArte in der kommenden Saison sind neben Levit und Cho auch Hélène Grimaud, Grigoriy Sokolov, Lukas Sternath sowie der japansiche Pianist und Komponist Hayato Sumino, der neben Werken von Chopin und Strawinksy auch eigene Stücke zu Gehör bringt. Die Reihe „Internationale Solisten“ präsentiert diesmal neben Klassik-Stars wie Geigerin Anne-Sophie Mutter (12. Mai 2027) und am Klavier Daniil Trifonov etwa auch die Organistin Anna Lapwood (14. September) und den Saxofonisten Branford Marsali (23. März 2027).

Zu den „Großen Stimmen“ der kommenden Saison zählen neben Diana Damrau (9. Februar 2027) und Rolando Villazón (11. Mai 2027) auch Mezzosopranistin Joyce Di Donato (15. Dezember) und Countertenor Jakub Jósef Orlinski (18. November). Eine ganze Reihe von Sonderkonzerten mit weiteren Schwerpunkten, großen Namen und spannenden Programmen ergänzt die erwähnten Abende. Dabei hat ProArte sich auch der Pflege von Nachwuchskünstlern verschrieben, was tolle Entdeckungen möglich macht.

Zehn Abo-Reihen sind bereits buchbar

Insgesamt bietet ProArte zehn unterschiedliche Abonnement-Reihen an, preislich reicht die Angebotspalette von 48,40 Euro für vier Konzerte der Reihe „Talente entdecken“ in Preisklasse 4 bis zu 1873,20 Euro für die acht Konzerte der Reihe Internationale Orchester in der ersten Preisklasse.

Abonnements sind bereits an buchbar. Der Vorverkauf für Einzelkarten beginnt am 19. Mai um 11 Uhr unter 040 35 35 55 oder auf proarte.de

Source: welt.de