Neue Drohung Richtung Iran: Trump: Israel wird Angriffe hinaus den Libanon zurückfahren
Neue Drohung Richtung IranTrump: Israel wird Angriffe auf den Libanon zurückfahren
09.04.2026, 21:05 Uhr
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Angesichts der heftigen Angriffe Israels im Libanon ist die Sorge groß, dass die Friedensgespräche zwischen USA und Iran platzen könnten. US-Präsident Trump beruhigt nun. Er will Premier Netanjahu ins Gewissen geredet haben.
Israel wird nach Angaben von US-Präsident Donald Trump die Angriffe im Libanon zurückfahren. Er habe mit Premierminister Benjamin Netanjahu gesprochen und dieser habe eine Reduzierung der Attacken zugesagt, sagte Trump dem US-Sender NBC in einem Telefoninterview.
Netanjahu hatte zuvor direkte Verhandlungen mit dem Libanon angekündigt. Die Gespräche sollen sich demnach auf die Entwaffnung der Hisbollah-Miliz und die Aufnahme friedlicher Beziehungen zwischen den beiden Ländern fokussieren. Aus libanesischen Regierungskreisen hieß es, dass mögliche Verhandlungen nur unter den Bedingungen einer Waffenruhe stattfinden sollten.
Trump sagte NBC auch, dass er „sehr optimistisch“ in Bezug auf eine mögliche Friedensvereinbarung mit dem Iran sei. Die iranischen Anführer seien in Gesprächen „viel vernünftiger“ als sie gegenüber der Presse aufträten, sagte Trump dem US-Sender NBC. „Sie stimmen all den Dingen zu, denen sie zustimmen müssen“, so der US-Präsident. „Denken Sie daran, sie sind erobert worden. Sie haben kein Militär.“
Trump droht Iran erneut
Der Präsident erneuerte zugleich seine Drohung gegen den Iran: „Wenn sie kein Abkommen schließen, wird es sehr schmerzhaft werden“, sagte er weiter. Nach Angaben des Senders bereitete sich die US-Delegation unter Leitung von Vizepräsident JD Vance darauf vor, für die Gespräche in die pakistanische Hauptstadt Islamabad zu reisen.
Trump äußerte sich nicht dazu, ob die Verhandlungen wie vereinbart am Freitag beginnen. Wegen der Streitigkeiten über die fortgesetzten israelischen Angriffe auf die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon und die Öffnung der Straße von Hormus schien dies zuletzt nicht klar. Irans Präsident Massud Peseschkian bezeichnete Verhandlungen mit den USA angesichts des israelischen Vorgehens als „sinnlos“.
Nach Darstellung Israels und der USA erstreckt sich die mit Teheran ausgehandelte und in der Nacht zu Mittwoch (MESZ) verkündete zweiwöchige Feuerpause nicht auf den Libanon. Der Iran-Krieg hatte Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels auf die Islamische Republik begonnen. Anfang März weitete er sich auf den Libanon aus.
Berlin begrüßt Israels Gesprächsbereitschaft
Die Bundesregierung zeigt sich derweil erleichtert über die Bereitschaft Israels zu Verhandlungen mit dem Libanon. „Wir begrüßen die Ankündigung der israelischen Regierung von Direktgesprächen mit der libanesischen Regierung“, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. „Die Angriffe der Hisbollah auf Israel müssen aufhören. Gleichzeitig ist die Härte der israelischen Schläge im Libanon sehr besorgniserregend.“ Die Zivilbevölkerung und zivile Infrastruktur müssten geschützt und die territoriale Integrität Libanons gewahrt werden.
Die Direktgespräche könnten ein wichtiger Schritt sein hin zu einer Zukunft als Nachbarn, in der Israels Sicherheitsinteressen und Libanons Recht auf territoriale Integrität gleichermaßen Rechnung getragen werde, sagte die Sprecherin. „Dazu gehört die Ausübung des Gewaltmonopols durch den libanesischen Staat auf seinem ganzen Territorium und die effektive Entwaffnung der Hisbollah.“
Dem Vernehmen nach sollen intensive diplomatische Bemühungen von Außenminister Johann Wadephul im direkten Austausch mit seinem israelischen Amtskollegen Gideon Sa’ar zu der israelischen Verhandlungsbereitschaft beigetragen haben.
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Source: n-tv.de