Flasche mit Aufschrift „Polonium“ im Kontext Ostereiersuche gefunden – Ergebnis steht hold

In einem Garten nordöstlich von Stuttgart fanden zwei Männer am Ostersonntag ein Fläschchen mit verdächtiger Aufschrift. Das Umweltministerium gab nun bekannt, ob es radioaktives Polonium-210 enthielt.

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Nach dem Fund eines Fläschchens mit der Aufschrift „Polonium 210“ in einem Garten in Baden-Württemberg hat das Landesumweltministerium endgültig Entwarnung gegeben. „Das Behältnis, das am Ostersonntag in einem Garten gefunden wurde, enthält kein radioaktives Polonium 210“, hieß es in einer Mitteilung. Das habe die Analyse des Inhalts des Fläschchens ergeben, das in Vaihingen an der Enz gefunden worden war.

Es sei eine gelbliche Flüssigkeit mit weißem Granulat gewesen. Zusätzlich werde aktuell noch eine weitere Messung durchgeführt, eine Elementanalyse. Damit werde geprüft, ob in dem Fläschchen Spuren von Blei enthalten seien, hieß es weiter in der Mitteilung. Das könne Rückschlüsse darauf ermöglichen, ob in dem Behältnis früher Polonium 210 gewesen sei.

Polonium 210 habe eine Halbwertszeit von etwa 138 Tagen. Bei einer sehr alten Probe wäre der Stoff bereits komplett zu stabilem Blei 206 zerfallen, teilte das Ministerium mit. Sollte es auch keine Hinweise auf Blei geben, würden die Sicherheitsbehörden die weiteren Untersuchungen des Fläschchens übernehmen, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Fund bei Ostereiersuche

Zwei Männer hatten das Fläschchen nach Angaben der Polizei bei der Ostereiersuche in einem privaten Vorgarten nordöstlich von Stuttgart gefunden und sofort den Notruf verständigt. Die Polizei ermittelt, wie das Behältnis in den Garten gelangen konnte.

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Der Fund führte zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei. Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben mit 138 Einsatzkräften und 41 Fahrzeugen vor Ort – darunter ein Strahlenschutzzug und Gefahrgutzug sowie eine Fachberaterin Strahlenschutz, die beruflich im Kernkraftwerk arbeitet.

Der Bereich um den Fundort wurde abgesperrt. Anwohner mussten zeitweise ihre Wohnungen verlassen. Experten des Landesumweltministeriums brachten das Fläschchen weg.

Schon kleine Menge Polonium 210 kann einen Menschen töten

Polonium ist ein chemisches Element mit hoher Radiotoxizität und deshalb sehr gesundheitsschädlich. Laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ist der Stoff vor allem dann gefährlich, wenn er eingeatmet oder aufgrund offener Wunden über die Haut aufgenommen wird.

Schon ein Millionstel Gramm Polonium 210 kann einen Menschen töten – laut BfS innerhalb weniger Tage. Der Putin-Kritiker und frühere Geheimdienstoffizier Alexander Litwinenko etwa starb 2006 in London nach einem Anschlag mit Polonium 210.

dpa/saha

Source: welt.de