#DealMonitor – 15 Exits, die leer mitbekommen nach sich ziehen sollten

Millionenschwere Exits und Mehrheitsbeteiligungen gehören zum Grundrauschen der Startup-Szene. Auch im Jahre 2026 gab es wieder einige interessante Exits. In der schnelllebigen Gründerszene sind viele Exits und Übernahmen aber auch sofort wieder vergessen. In aller Kürze lassen wir deswegen die wichtigsten, interessantesten und größten Exits und (Mehrheits)-Übernahmen des vergangenen Jahres noch einmal Revue passieren.
Die (bisher) wichtigsten Exits des Jahres 2026
EGYM
+++ Das Münchner Fitness-Unicorn EGYM und das amerikanische Fitness- und Wellness Unicorn Playlist (Mindbody, Booker und ClassPass) fusionierten im Januar. Das gemeinsame Unternehmen wurde dabei mit 7,5 Milliarden US-Dollar bewertet. EGYM, 2010 von Philipp Roesch-Schlanderer und Florian Sauter gegründet, digitalisiert seit Jahren die Fitnesswelt. Ein Schwerpunkt ist dabei inzwischen eGym Wellpass, eine „abonnementbasierte Gesundheits- und Wellnesslösungen für Unternehmen“. Mehr über EGYM
Blacklane
+++ Der US-Fahrdienstvermittler Uber übernahm im März den Berliner Chauffeurdienst Blacklane. Durch den Zukauf möchte Uber vor allem ins margenstärkere Premiumsegment vorstoßen. Einen Kaufpreis nannten die Unternehmen nicht. Der Verkaufsbetrag soll laut Handelsblatt „ungefähr der Unternehmensbewertung, die bei rund einer halben Milliarde Dollar liegt“ entsprechen. Blacklane, 2011 gegründet, konzentriert sich auf Chauffeur-Dienste mit hochwertigen Fahrzeugen für Geschäftsreisende. Zu den Investoren des Grownups gehören unter anderem der saudi-arabische Mobility-Investor Tasaru Mobility Investments, Gargash Group, AlFahim, Alstin Capital rund um Carsten Maschmeyer und RI Digital. Mehr über Blacklane
Kaia Health
+++ Das Unternehmen Sword Health aus Portugal übernahm im Januar das Münchner Health-Startup Kaia Health. Der Kaufpreis lag bei 285 Millionen US-Dollar. Kaia Health, 2016 von Konstantin Mehl und Manuel Thurner gegründet, entwickelt digitale Therapien für chronische Erkrankungen (Rückenschmerzen, COPD). Insgesamt flossen in den vergangenen Jahren rund 100 Millionen Euro in Kaia Health. Mehr über Kaia Health
Sanity Group
+++ Das kanadische Cannabisunternehmen Organigram übernahm im Februar das Berliner Cannabis-Startup Sanity Group. Im Rahmen der Übernahme wird das Unternehmen mit 250 Millionen Euro bewertet. Organigram war bereits seit 2024 an der Sanity Group beteiligt. In den vergangenen Jahren flossen über 100 Millionen in Sanity. Das Cannabis-Startup, 2018 von Finn Hänsel und Fabian Friede gegründet, ist derzeit mit Marken wie Vayamed, Avaay Medicial, ZOIKS und Vaay im markt unterwegs. Mehr über die Sanity Group
Plan A
+++ Das englische Sustainability-Unternehmen Diginex übernahm im Januar das Berliner ClimateTech Plan A. Der Kaufpreis lag bei 55 Millionen Euro. Das Startup, 2017 von Lubomila Jordanova und Nathan Bonnisseau gegründet, möchte Unternehmen und Mitarbeiter beim Thema Nachhaltigkeit unterstützen. Lightspeed Venture Partners, Visa, Deutsche Bank und Co. investierten zuletzt 27 Millionen US-Dollar in Plan A. Zuvor flossen rund 13 Millionen in die Jungfirma. Mehr über Plan A
Rebike
+++ Der französische Sporthändler Decathlon übernahm im Januar via Decathlon Pulse die Mehrheit am Münchner E-Bike-Startup Rebike. Rebike aus Krailling bei München, 2018 gegründet, betreibt mit rebike1 einen Marktplatz für den Verkauf von gebrauchten E-Bikes und mit eBike Abo einen Abodienst für angesagte E-Bikes. Zudem vermietet das Unternehmen E-Bike-Flotten an Verleihpartner, Hotels und Firmen. In den vergangenen Jahren flossen mehr als 40 Millionen in das Unternehmen. Mehr über Rebike
Rows
+++ Das amerikanische Unternehmen Superhuman (früher als Grammarly bekannt) übernahm im März das Berliner Startup Rows. Das Unternehmen, 2016 von Humberto Ayres Pereira und Torben Schulz als DashDash gegründet, ging an den Start, um ein „moderne Spreadsheet zur Entwicklung von Business-Tools“ zu entwickeln. Inzwischen positioniert sich das Unternehmen zeitgemäß als „AI Data Analyst“. In den vergangenen Jahren flossen rund 30 Millionen Euro in Rows. Mehr über Rows
Tapline
+++ Das Prager FinTech Flowpay (Embedded Financial Services for SME Platforms) übernahm im März das Berliner FinTech Tapline. Das Startup, 2021 von Dean Hastie, Peter Grouev und Dmitrij Miller gegründet wurde, bietet „B2B SaaS- und Abonnement-Unternehmen eine nicht verwässernde Finanzierung durch Vorfinanzierung künftiger Forderungen“ an. Karim Beshara, General Partner bei A15 Venture Capital, Antler und Business Angels investierten zuletzt 20 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über Tapline
42watt
+++ Die Baumarktkette OBI übernahm im Januar die Mehrheit am Münchner PropTech 42watt. 42watt, 2021 von Marcus Dietmann, Jörg Überla, Ferdinand Zemella und Mario Speck gegründet, begleitet „Hausbesitzer bei der energetischen Sanierung von Wohngebäuden“. In den vergangenen Jahren flossen mehr als 5 Millionen Euro in 42watt. Mehr über 42watt
StackFuel
+++ Die Londoner Upskilling-Plattform Multiverse übernahm im Januar das Berliner Unternehmen StackFuel, das sich um „Weiterbildung für Daten- und KI-Skills“ kümmert. StackFuel, 2026 von Stefan Berntheisel und Leo Marose gegründet, sammelte in den vergangenen Jahren rund 3,5 Millionen Euro ein – unter anderem von Business Angels wie Felix Brosius, Sylvius Bardt, Frank Mies, Matthias Helfrich, Christian Bredlow und Niels Hencke. Mehr über StackFuel
Gini
+++ Das amerikanische Unternehmen Banyan Software übernimmt das 2011 gegründete Münchner FinTech Gini, das KI-basierte Lösungen für Banken, Versicherungen und E-Commerce anbietet. Zu den Investoren von Gini gehörte in der Vergangenheit insbesondere der damalige Telekom-Investmentarm T-Venture (34,3 %), die Commerzbank-Tochter main incubator (13,4 %) und Check24, zuletzt noch mit 1,9 % an Bord. Das Team sammelte rund 3 Millionen ein. Mehr über Gini
Langfuse
+++ Das amerikanische Unternehmen ClickHouse („Fast Open-Source OLAP DBMS“) übernahm im Januar das Berliner Startup Langfuse, das die Leistung und Kosten von KI-Anwendungen sichtbar macht. Das Startup, 2022 von Clemens Rawert, Marc Klingen und Maximilian Deichmann gegründet, sammelte zuletzt 4 Millionen US-Dollar ein – unter anderem von Lightspeed Venture Partners. Mehr über Langfuse
Sushi Bikes
+++ Die Wealth Collect Holding übernahm im Februar das insolvente Münchner E-Bike-Startup Sushi Bikes. Mehr über Sushi Bikes
ESG-X
+++ Das spanische Unternehmen Dcycle, das eine Plattform für ESG- und Nachhaltigkeitsdatenmanagement anbietet, übernahm im Februar das Münchner Software-Startup ESG-X. Mehr über ESG-X
WaschMal
+++ Der schwedische Workwear-Hersteller Blåkläder übernahm im Februar die Mehrheit (85 %) am Kölner Wäscheservice-Anbieter WaschMal. Mehr über WaschMal
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Foto (oben): Shutterstock
Source: deutsche-startups.de