Letzter „Tatort“ aus München: Batic-Leitmayr-Comeback nicht nicht machbar

Die Fans träumen nach dem letzten München-„Tatort“ von einer Privatdetektiv-Reihe. Der BR schließt ein Batic-Leitmayr-Comeback nicht aus.
Beim „Tatort“ sind Ivo Batic und Franz Leitmayr Geschichte, aber vielleicht könnte es doch ein Comeback geben. Nachdem das legendäre Münchner Duo nach 35 Dienstjahren und exakt 100 gemeinsamen Fällen am Osterwochenende seinen Abschied gefeiert hat, lässt der „Bayerische Rundfunk“ eine entscheidende Tür offen. Auf die Frage der Nachrichtenagentur spot on news, ob ein Spin-off – ähnlich dem legendären „Schimanski“-Format – denkbar oder gar in Planung sei, antwortete der Sender knapp und dennoch vielsagend: „Aktuell ist noch nichts geplant, aber sag niemals nie!“
Und in der Tat bot das Ende der Doppelfolge „Unvergänglich“, die am Ostersonntag und Ostermontag im Ersten lief, reichlich Stoff für Fortsetzungsfantasien: Denn Batic und Leitmayr sterben nicht – sie eröffnen stattdessen eine Detektei in Kroatien. So steht es auf der Visitenkarte, die Batic seinem Kollegen kurz vor Schluss zeigt: „Detektei Unvergänglich – Private Ermittlungen, Ivo Batic / Franz Leitmayr, München – Zagreb“, ist darauf zu lesen und auf der Rückseite: „BL / Batic Leitmayr / Private Ermittlungen“. Ein Cliffhanger, der die Fans hoffen lässt und ihre Fantasie anregt.
Die Fans träumen: Detektei BL als Spin-off?
Was die Zuschauer aus dem Finale mitgenommen haben, lässt sich auf Instagram („Tatort“, „Wie war der Tatort“) nachlesen. Dort entluden sich nach der Ausstrahlung Emotion und Kreativität in einem: „Keiner ist gestorben, Tür auf für neue Geschichten als Detektive“, schrieb ein Fan. Ein anderer spekulierte: „Wenn sie nun als Detektive durchstarten, kommt vielleicht bald ein Film darüber.“ Und ein Dritter träumte bereits von konkreten Formaten: „Was für ein tolles Ende. Vielleicht gibt’s wirklich ein Wiedersehen als kleine Reihe mit den Privatermittlern.“
Einer brachte die Stimmung der Community auf den Punkt: „Abgang der beiden Kult-‚Tatort‘-Kommissare: Damit haben sie sich in den Krimi-Olymp geschauspielert. Ein Tränchen musste ich dann doch verdrücken, als der Abspann kam. Aber die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Batic und Leitmayr – Detektei BL – als Spin-off bleibt ja zum Glück bestehen.“ Besonders beliebt war auch der Gedanke, Batic und Leitmayr als Gaststars im Kroatien-Krimi zu sehen.
Fast 30 Prozent Marktanteil – das Abschiedsfinale begeistert
Die Zahlen geben dem BR recht: Das Osterspecial zog im Schnitt fast 30 Prozent Marktanteil und bewies damit, dass das Kult-Duo nach mehr als drei Jahrzehnten nichts von seiner Strahlkraft eingebüßt hatte. Auch die anschließend ausgestrahlte Dokumentation „Batic und Leitmayr – Die Zwei vom Tatort sagen Servus“ fand ihr Publikum.
Das Drehbuch zur Doppelfolge stammt von Johanna Thalmann und Moritz Binder, Regie führte Sven Bohse. Neben Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl standen unter anderem Ferdinand Hofer, Michael Fitz, Maxi Schafroth und Lisa Wagner vor der Kamera.
Schimanski als Vorbild
1991 lief mit „Tatort: Der Fall Schimanski“ der letzte reguläre Tatort mit Horst Schimanski alias Götz George (1938-2016). Danach wurde die Figur zunächst beendet. 1997 kehrte Schimanski zurück – allerdings nicht mehr im „Tatort“, sondern mit dem eigenständigen TV-Film „Schimanski: Die Blechlawine“. Ab diesem Zeitpunkt war klar: Schimanski wird als eigene Filmreihe („Schimanski“) außerhalb des „Tatorts“ weitergeführt. Die letzte Ausgabe lief nach 17 Folgen im Jahr 2013.
SpotOnNews
Source: stern.de