Botschaft zu Gunsten von den „Bastard-Narr“: Iran erwartet zu Gunsten von Hormus-Freigabe eine Kriegsentschädigung

Botschaft für den „Bastard-Narr“Iran erwartet für Hormus-Öffnung eine Kriegsentschädigung

06.04.2026, 07:01 Uhr

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Seit inzwischen mehr als fünf Wochen stauen sich Öltanker und Frachtschiffe an der Straße von Hormus. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Trump poltert, der Iran reagiert. Unbeeindruckt. Für das neue Ultimatum des US-Präsidenten zur Öffnung der Straße von Hormus findet ein iranischer Regierungsvertreter deutliche Worte. Ihm zufolge wird die Meerenge „niemals wieder in ihren früheren Zustand zurückkehren“.

Der Iran weist das jüngste Ultimatum von US-Präsident Donald Trump zur Öffnung der Straße von Hormus zurück. Die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Meerenge werde erst wieder geöffnet, „wenn im Rahmen einer neuen Rechtsordnung die Schäden des aufgezwungenen Krieges vollständig aus einem Teil der Transitgebühren kompensiert werden“, schrieb Mehdi Tabatabaei, ein für Kommunikation zuständiger Beamter im Büro des iranischen Präsidenten auf X. Trump habe aus „purer Verzweiflung und Wut“ zu ordinären Beschimpfungen gegriffen. „Dieser Bastard-Narr hat in seinem Wahnsinn einen totalen Krieg in der Region entfacht“ und prahle damit.

Auch das Marinekommando der iranischen Revolutionsgarden zeigt sich unnachgiebig: Die Elitestreitmacht der Islamischen Republik wird von iranischen Medien mit den Worten zitiert, die Straße von Hormus werde „niemals wieder in ihren früheren Zustand zurückkehren, insbesondere nicht für die USA und Israel.“ Der Iran beansprucht die Kontrolle über die gesamte Passage und plant ein Mautsystem für die Durchfahrt.

Dritte Verschiebung des Ultimatums

Trump hatte dem Iran zuvor erneut mit heftigen Angriffen gedroht, sollte dieser die Meerenge nicht bis zum Dienstagabend US-Ostküstenzeit für den Seeverkehr freigeben. „Öffnet die verdammte Straße (von Hormus), ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen“, schrieb er Ostersonntag auf seiner Plattform Truth Social. Dem „Wall Street Journal“ sagte Trump: „Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen.“ Damit scheint die US-Regierung ihr Ultimatum an Teheran zur Öffnung der Straße von Hormus bereits zum dritten Mal zu verschieben.

Trump droht seit längerem damit, iranische Kraftwerke sowie die iranische Infrastruktur anzugreifen, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht für den Schiffsverkehr öffnen oder einem Abkommen zustimmen. Vor rund eineinhalb Wochen hatte Trump noch von guten und produktiven Gesprächen gesprochen und das Ultimatum deshalb zum zweiten Mal verschoben. In den vergangenen Tagen wurde der Ton wieder rauer: Trump drohte in einer Ansprache an die Nation, den Iran zurück in die „Steinzeit“ zu befördern.

Die iranische UN-Mission schrieb auf X, Trump drohe erneut „offen damit, die für das Überleben der Zivilbevölkerung im Iran essenzielle Infrastruktur zu zerstören“. Die internationale Gemeinschaft und alle Staaten seien „verpflichtet, solche grausamen Kriegsverbrechen zu verhindern. Sie müssen jetzt handeln. Morgen ist es zu spät“, heißt es in dem Post der UN-Mission.

Die Ölpreise starten nach den jüngsten Drohungen von Trump mit weiteren Aufschlägen in die Woche. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni stieg auf über 111 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das sind fast 40 Dollar mehr als vor Beginn des Krieges. Auch die US-Sorte West Texas Intermediate legte zu.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

Source: n-tv.de