Abschuss von US-Kampfjets hat laut Trump keinen Einfluss uff Verhandlungen
Der Verlust zweier US-Kampfjets über iranischem Gebiet wirkt sich nach Angaben von US-Präsident Trump nicht auf Verhandlungen mit der Führung in Teheran aus. „Es ist eben Krieg“, sagt er. Israel meldet derweil erneuten Raketenbeschuss aus dem Iran. Mehr im Liveticker.
Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren weitgehend die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.
Alle Ereignisse rund um den Krieg in Nahost im Liveticker:
01:10 Uhr – Israelisches Militär: erneute Raketenangriffe aus dem Iran
Das israelische Militär hat in der Nacht mehrfach Raketenangriffe aus dem Iran gemeldet. Die Abwehrsysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen, teilte die Armee auf Telegram mit. Die Bewohner der betroffenen Gebiete seien per Handy-Mitteilung angewiesen worden, Schutzräume aufzusuchen und diese erst auf ausdrückliche Anweisung wieder zu verlassen.
00:27 Uhr – Trump: Hoffe, dass Crew-Mitglied keinen Schaden nimmt
US-Präsident Trump hofft laut einem Medienbericht, dass ein gesuchtes Besatzungsmitglied eines im Iran abgestürzten US-Kampfjets keinen Schaden nimmt. Nach einem Telefoninterview zitierte die britische Zeitung „The Independent“ Trump auf die Frage, was er tun würde, falls das Crew-Mitglied von Iranern gefangengenommen oder verletzt werden sollte, mit den Worten: „Nun, das kann ich nicht kommentieren, weil – wir hoffen, dass das nicht passieren wird.“
Freitag, 3. April
23:57 Uhr – Insider: Iran dürfte Straße von Hormus vorerst geschlossen halten
US-Geheimdienstberichte kommen Insidern zufolge zu dem Schluss, dass der Iran die Straße von Hormus vorerst nicht wieder öffnen wird. Die Kontrolle über die wichtigste Ölroute der Welt sei das einzige echte Druckmittel der Islamischen Republik gegen die USA, sagen drei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.
Die Regierung in Teheran wolle die Energiepreise hoch halten, um US-Präsident Donald Trump zu einem raschen Ende des seit fast fünf Wochen andauernden Krieges zu drängen. Ein Vertreter des Weißen Hauses erklärt dagegen, Trump sei zuversichtlich, dass die Meerenge „sehr bald“ wieder befahrbar sein werde.
23:09 Uhr – Erneut schwere Angriffe auf Teheran
In der iranischen Hauptstadt Teheran ist es am späten Abend (Ortszeit) zu neuen schweren Angriffen gekommen. Anwohner im Norden der Stadt berichteten von massiven Explosionen, die ganze Gebäude zum Zittern gebracht hätten. Menschen seien in Panik auf die Straße gelaufen. Einem lokalen Medienbericht zufolge wurden Ziele im wohlhabenden Stadtteil Niawaran angegriffen.
23:06 Uhr – Israel zerstört Brücke im Südosten des Libanon
Die israelische Armee hat bei ihrem militärischen Vorgehen gegen die islamistische Hisbollah-Miliz eine Brücke im Südosten des Libanon zerstört. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete, israelische Kriegsflugzeuge hätten eine Brücke zwischen den Städten Sohmor und Maschghara bombardiert. Dabei sei die Brücke zerstört worden.
22:50 Uhr – Abschuss von US-Kampfjet hat laut Trump keinen Einfluss auf Verhandlungen
US-Präsident Donald Trump lehnt einen Kommentar zum Such- und Rettungseinsatz nach dem Abschuss eines US-Kampfjets über dem Südwesten des Irans ab. In einem kurzen Telefoninterview mit NBC News antwortete er jedoch auf die Frage, ob der Vorfall Verhandlungen mit dem Iran beeinflussen werde: „Nein, überhaupt nicht. Nein, es ist Krieg.“
22:17 Uhr – US-Quellen bestätigen Absturz eines zweiten Jets
Nach dem von iranischen Staatsmedien vermeldeten Abschuss eines US-Kampfjets im Südwesten der Islamischen Republik ist in der Nahost-Region ein weiteres US-Kampfflugzeug zu Boden gegangen, meldet die Nachrichtenagentur AP mit Verweis auf US-Kreise. Es ist noch unklar, ob die zweite Maschine abgeschossen wurde oder aus anderen Gründen abstürzte. Zuerst berichtete die „New York Times“ über den Vorfall.
22:04 Uhr – Iran behauptet, zweiten Kampfjet abgeschossen zu haben
Der Iran hat nach eigenen Angaben einen weiteren US-Kampfjet abgeschossen. Das iranische Staatsfernsehen berichtet unter Berufung auf die Streitkräfte der Islamischen Republik, ein Kampfjet vom Typ A-10 sei von der iranischen Luftabwehr getroffen worden. Die Maschine sei in den Persischen Golf gestürzt.
22:00 Uhr – Iranischer Parlamentspräsident verspottet USA
Der Sprecher des iranischen Parlaments Mohammed Bagher Ghalibaf spottet über die USA. Der „brillante Krieg ohne Strategie“ sei nun von der Zielsetzung eines „Regimewechsels“ im Iran heruntergestuft worden auf die Frage: „Hey! Kann jemand bitte unsere Piloten finden?“, kommentierte Ghalibaf den Abschuss eines US-Jets auf der Plattform X. „Was für ein unglaublicher Fortschritt. Absolute Genies“, schrieb Ghalibaf.
19:31 Uhr – Bericht: Iran lehnt Treffen mit USA ab
Der Iran ist dem „Wall Street Journal“ zufolge in den kommenden Tagen nicht zu einem Treffen mit US-Vertretern in Islamabad bereit. Die Regierung in Teheran habe Vermittlern offiziell mitgeteilt, dass die Forderungen der USA inakzeptabel seien, berichtete die Zeitung. Damit stecken die aktuellen Bemühungen regionaler Staaten unter Führung Pakistans um einen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran dem Blatt zufolge in einer Sackgasse.
19:20 Uhr – Eines von zwei Besatzungsmitgliedern von US-Soldaten gerettet
US-Medien wie die Sender CNN und CBS berichten, eines der beiden Besatzungsmitglieder des abgeschossenen Kampfjets sei von US-Soldaten gerettet worden. Nach dem zweiten Crewmitglied werde noch gesucht. US-Medien zufolge handelte es sich bei der abgeschossenen Maschine um einen Kampfjet vom Typ F-15E. Dieser hat zwei Besatzungsmitglieder: den Piloten und einen Waffensystemoffizier. Zunächst hatten iranische Staatsmedien von dem Abschuss berichtet. Ein örtlicher TV-Sender zeigte Bilder, die den zerstörten Jet am Boden zeigen sollen.
Die US-Armee startete US-Medienberichten zufolge umgehend eine großangelegte Such- und Rettungsaktion. Bilder und Videos auf Onlineplattformen zeigten mutmaßlich tief fliegende US-Hubschrauber in der Region. Laut CNN wurde das gerettet Crewmitglied medizinisch versorgt.
Piloten, die über feindlichem Territorium abgeschossen werden und sich mit dem Schleudersitz aus der Maschine befreien können, sind darauf trainiert, sich zu verstecken und ihre Position durchzugeben. Piloten tragen in der Regel eine Weste mit einem Peilsender, einer Schusswaffe, Wasser und Verbandszeug bei sich, wie ein westlicher Kampfpilot der Nachrichtenagentur AFP sagte.
18:42 Uhr – USA rufen Amerikaner zur Ausreise aus Libanon auf
Die USA rufen ihre Staatsbürger zur Ausreise aus dem Libanon auf. Die US-Botschaft in Beirut teilte zudem mit, der Iran und verbündete Milizen könnten Angriffe auf Universitäten im Land planen. Die Ausreise solle erfolgen, solange noch kommerzielle Flüge verfügbar seien.
17:12 Uhr – Bericht: Nach Kampfjet-Abschuss zwei Besatzungsmitglieder vermisst
Es wird nach zwei Besatzungsmitgliedern gesucht, berichtet die „Washington Post“. Ob die Besatzung überlebt hat, ist unklar. An der Suche im Westen Irans seien ein Tankflugzeug und zwei Helikopter des Typs HH-60G beteiligt, berichtet die Zeitung. Laut CNN handelt es sich um die Provinz Chuzestan im Südwesten des Landes.
Auch die Nachrichtenagentur AP berichtet unter Berufung auf Informationen aus israelischen Militärkreisen von einem Rettungseinsatz.
Iranische Medien hatten berichtet, dass das Kampflugzeug über dem Südwesten des Landes zu Boden gegangen sei. Aufnahmen, die in sozialen Medien kursierten, zeigten Drohnen und Hubschrauber des US-Militärs, die über der ländlich geprägten Provinz Bojer Ahmadi und Kohkilujeh kreisten.
16:22 Uhr – US-Kampfjet über Iran abgeschossen – Pilot soll Schleudersitz ausgelöst haben
Bei einem Einsatz über dem Iran ist ein US-Kampfjet abgeschossen worden. Zunächst hatte das iranische Staatsfernsehen berichtet. Der „New York Times“ zufolge bestätigten amerikanische und israelische Offizielle gegenüber der Zeitung den Abschuss.
Laut iranischem Fernsehen hat der US-Pilot über dem Südwesten des Landes seinen Schleudersitz ausgelöst. Der „New York Times“ zufolge ist eine Rettungsmission geplant, um Überlebende in Sicherheit zu bringen, bevor sie iranischen Kräften in die Hände fallen. In der Region gibt es demnach mehrere Basen, um derartige Missionen zu starten, etwa im Irak und in Syrien. Iranischen Medien zufolge musste ein amerikanischer Helikopter auf der Suche nach Überlebenden bereits unter Feuer umdrehen.
„Wenn Sie den oder die feindlichen Piloten lebend gefangen nehmen und der Polizei übergeben, erhalten Sie eine wertvolle Belohnung“, sagte ein Moderator in einem örtlichen Sender in der Provinz Bojer Ahmadi und Kohkilujeh. Zuvor war auf dem Bildschirm ein Banner mit dem Aufruf zu sehen: „Schießt auf sie, wenn ihr sie seht!“, das sich auf Aufnahmen mutmaßlicher US-Kampfflugzeuge in dem ländlichen Gebiet bezog, die in sozialen Medien kursierten.
15:05 Uhr – Erster europäischer Frachter passiert über neue Route Straße von Hormus
Ein Containerschiff des französischen Schifffahrtskonzerns CMA CGM hat als wohl erster Frachter eines europäischen Eigners seit Beginn des Iran-Kriegs die Straße von Hormus passiert. Das unter der Flagge Maltas fahrende Schiff sandte anstelle seines Fahrtzieles die Botschaft „französischer Eigentümer“ aus, wie aus den am Freitag ausgewerteten Daten der Website MarineTraffic hervorgeht.
Die Navigationsdaten des Schiffes zeigten, dass es am Donnerstag über eine neue, vom Iran genehmigte Route durch dessen Hoheitsgewässer fuhr. Mehrere Frachter nutzten bereits diese Route in der Nähe der iranischen Insel Larak. Nach Angaben von Experten der Schifffahrtszeitschrift „Lloyd’s List“ bezahlten mindestens zwei Schiffe dafür Gebühren.
Die meisten Schiffe, die seit Anfang März durch die vom Iran eigentlich blockierte Straße von Hormus fuhren, stammten aus dem Iran oder hatten Verbindungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten, Indien, China oder Saudi-Arabien. Peking äußerte am Dienstag seinen „Dank“, nachdem drei chinesische Frachter die Meerenge passiert hatten.
dpa/AFP/Reuters/jmr/sebe/säd/lay
Source: welt.de