„Verheerendes Chaos“ droht: Bericht: Iran hat noch Tausende Drohnen und bedrohliches Raketenarsenal

„Verheerendes Chaos“ drohtBericht: Iran hat noch Tausende Drohnen und bedrohliches Raketenarsenal

03.04.2026, 09:10 Uhr

A-projectile-approaches-a-vehicle-during-what-the-U-S-Central-Command-CENTCOM-says-was-part-of-strikes-on-Iranian-mobile-missile-launch-systems-at-an-unknown-location-in-this-screen-grab-taken-from-a-handout-video-released-on-March-4-2026-CENTCOM-via-X-Handout-via-REUTERS-THIS-IMAGE-HAS-BEEN-SUPPLIED-BY-A-THIRD-PARTY-MANDATORY-CREDIT-TEXT-OVERLAY-AND-BLURRING-FROM-SOURCE-VERIFICATION-Location-and-date-could-not-be-verified-No-older-version-of-the-video-was-found-posted-online-before-Wednesday-March-4
Ein Bild des für den Nahen Osten zuständigen US-Regionalkommando Centcom soll eine mobile Abschussvorrichtung des Regimes zeigen. (Foto: via REUTERS)

Der US-Präsident möchte den Krieg gegen den Iran in den nächsten Wochen beenden und spricht von Erfolgen bei der Umsetzung seiner Kriegsziele. Doch ein Bericht hegt Zweifel an der Darstellung. Teheran könnte weiter über ein erhebliches Waffenarsenal verfügen.

Trotz der seit Wochen andauernden Angriffe der USA und Israels verfügt der Iran offenbar noch über erhebliche Fähigkeiten zum Gegenschlag. Dem Regime in Teheran sollen weiterhin rund die Hälfte seiner Raketenabschussrampen sowie Tausende von Drohnen zur Verfügung stehen, berichtet CNN unter Berufung auf Geheimdienstinformationen. Auch Raketen selbst soll der Iran weiter in großer Zahl haben. Mit diesen kann Teheran unter anderem seine direkten Nachbarn in der Golfregion oder Israel bedrohen.

„Sie sind nach wie vor fest entschlossen, in der gesamten Region verheerendes Chaos anzurichten“, sagte eine der namentlich nicht genannten Quellen dem TV-Sender. Das Drohnen-Arsenal des Arsenals soll zwar durch die andauernden Luftschläge dezimiert worden sein, aber dem iranischen Militär und den Revolutionsgarden stünden weiterhin rund 50 Prozent im Vergleich zu Vorkriegsbeginn zur Verfügung, heißt es in dem Bericht.

Entgegen diesen Geheimdienstinformationen hatte US-Präsident Donald Trump am Mittwoch erklärt, die „Fähigkeit des Iran, Raketen und Drohnen abzufeuern, ist drastisch eingeschränkt“. Die Waffenfabriken und Raketenabschussrampen würden „in Stücke gerissen“ und nur „sehr wenige“ seien noch übrig.

Teheran vergräbt Raketenabschussrampen

Die jahrelangen iranischen Vorbereitungen auf einen Krieg sollen das Vorgehen der USA und Israels erschweren. Die Raketenabschussrampen sollen vielfach in einem großen Netzwerk aus Tunneln und Höhlen stationiert sein. Diese Plattformen seien dementsprechend mobil und werden nur zum Abschuss aus der Deckung gefahren, um dann wieder im Untergrund zu verschwinden.

Auch für die Bedrohung des internationalen Handels in der Straße von Hormus soll der Iran noch erhebliche Möglichkeiten haben. Eine hohe Prozentzahl der an der Küste stationierten Anti-Schiff-Marschflugkörper soll weiterhin einsatzbereit sein. Die USA hatten bisher bei ihren Luftangriffen die Marine des Regimes als ein Hauptangriffsziel ausgemacht, nicht aber Küstenstellungen.

Doch selbst bei der Marine soll sich einer Quelle zufolge noch ein erhebliches iranisches Potenzial zeigen. So hätten die Revolutionsgarden noch „Hunderte, wenn nicht Tausende kleine Boote und unbemannt steuerbare Gefährte“, berichtet eine der Quellen.

Weißes Haus dementiert

Das Weiße Haus dementierte die Angaben zum iranischen Waffenarsenal. „Anonyme Quellen sind verzweifelt darauf aus, Präsident Trump anzugreifen und die unglaubliche Leistung unseres US-Militärs bei der Erreichung der Ziele der Operation Epic Fury herabzuwürdigen“, erklärte eine Trump-Sprecherin CNN.

Der US-Staatschef hatte in seiner Ansprache am Mittwoch auch ein nahes Ende des Kriegs gegen das Teheraner Regime angekündigt. Er sprach von einem Zeithorizont von zwei bis drei Wochen.

Eine vollständige Zerstörung des Raketen- und Drohnen-Arsenals des Regimes bis dahin ist dem Bericht zufolge jedoch unwahrscheinlich. „Wir können sie weiterhin ordentlich fertig machen, daran habe ich keinen Zweifel, aber du wärst verrückt, wenn du glaubst, dass das in zwei Wochen erledigt sein wird“, wird eine der anonymen Quellen zitiert.

Quelle: ntv.de, lme

Source: n-tv.de