„Es würde ewig dauern“: Macron hält gewaltsame Leckage dieser Straße von Hormus z. Hd. unrealistisch
„Es würde ewig dauern“Macron hält gewaltsame Öffnung der Straße von Hormus für unrealistisch
02.04.2026, 14:03 Uhr
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Seit Beginn der US-israelischen Angriffe ist die Straße von Hormus de facto von den iranischen Revolutionsgarden blockiert. Die USA scheinen nicht in der Lage zu sein, die Passage abzusichern. Rufen nach einer gewaltsamen Öffnung erteilt Frankreichs Präsident Macron eine Absage.
Der französische Präsident Emmanuel Macron hält einen Militäreinsatz zur Öffnung der Straße von Hormus für unrealistisch. „Einige verteidigen die Idee, die Straße von Hormus durch eine Militäroperation gewaltsam zu befreien“, sagte Macron während einer Reise nach Südkorea vor Journalisten. Dies sei eine Haltung, die die USA gelegentlich verträten. Frankreich hingegen lehne ein solches Vorgehen ab, da es unrealistisch sei, führte Macron weiter aus.
„Es würde ewig dauern und alle, die die Meerenge passieren, den Risiken durch die Revolutionsgarden, aber auch durch ballistische Raketen aussetzen.“ Frankreich bestehe darauf, dass die Straße von Hormus wieder geöffnet werden müsse, „aber das kann nur im Einvernehmen mit dem Iran geschehen“, sagte der französische Präsident.
Nachdem die USA und Israel den Iran vor über einem Monat angegriffen hatten, brachte Teheran mit Attacken und Drohungen die Schifffahrt durch die Straße von Hormus nahezu zum Erliegen. Die Meerenge ist wichtig für den weltweiten Handel mit Öl und Gas. Durch die Meerenge wird ein Fünftel des globalen Ölbedarfs verschifft.
US-Präsident Trump hatte Hilfe angefordert, um die iranische Blockade aufzuheben und mangelnde Unterstützung der Nato-Staaten beklagt. Allerdings sehen sich auch die in der Region zusammengezogenen großen US-Marineverbände offenkundig nicht in der Lage, die Passage von Tankern durch die Route vor der iranischen Küste abzusichern. Als Risiko werden iranische Drohnen und Minen angesehen. Die iranischen Streitkräfte hatten in den vergangenen Tagen wiederholt Tanker in der Golfregion in Brand geschossen.
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) bereiten sich einem Medienbericht zufolge darauf vor, den USA und ihren Verbündeten bei der gewaltsamen Öffnung der Straße von Hormus zu helfen. Das berichtet das „Wall Street Journal“ (WSJ) unter Berufung auf arabische Beamte. Damit wären die Emirate das erste Land am Persischen Golf, das zu einer Kriegspartei wird.
Europäische Staaten verweigern eine Teilnahme an dem Krieg der USA und Israel gegen Iran, haben aber wie Deutschland Hilfe für die Zeit danach angeboten. Kanzler Merz hatte etwa die Möglichkeit der Entsendung eines deutschen Minenräumverbandes der Marine genannt. Allerdings sei die Straße von Hormus offensichtlich gar nicht vermint und er wisse auch nicht, ob der Iran eine Verminung plane. Der Iran hatte in den vergangenen Tagen wiederholt Schiffe von asiatischen Staaten wie China oder Indien passieren lassen.
China macht USA verantwortlich
China weist den Vereinigten Staaten die Schuld für die Blockade der Straße von Hormus deutlich zu. Das chinesische Außenministerium forderte alle Parteien im Iran-Krieg auf, die militärischen Operationen einzustellen und davon abzusehen, die Weltwirtschaft und die Energiesicherheit noch schwerwiegender zu beeinträchtigen.
Mit seinen jüngsten Äußerungen zum weiteren Vorgehen im Iran-Krieg hat Trump die Öl- und Finanzmärkte jedoch nicht beruhigen können. Für die blockierte Straße von Hormus bot er keine US-Lösung an. Länder, die Öl über die Straße von Hormus beziehen, forderte Trump zudem erneut auf, „Mut“ zu zeigen und die für den Welthandel wichtige Meerenge zu sichern. „Nehmt sie euch einfach, schützt sie, nutzt sie für euch selbst“, sagte Trump in seiner Rede zur Nation.
Auf Initiative Großbritanniens wollen nun einige Staaten beraten, wie die vom Iran weitgehend blockierte Straße von Hormus als Nadelöhr für die Öl- und Gasversorgung großer Teile der Welt nach dem Krieg gesichert werden kann.
Source: n-tv.de