Verdächtiger in Haft: US-Journalistin im Irak entführt

Im Irak ist nach staatlichen Angaben eine ausländische Journalistin entführt worden. Das Innenministerium teilte laut staatlicher Nachrichtenagentur INA mit, die Journalistin sei am Abend in Bagdad „von Unbekannten entführt“ worden. In der Stellungnahme wurde nicht deutlich, um welche Journalistin es sich handelt. Ein Vertreter des US-Außenministeriums schrieb allerdings auf der Plattform X, man habe Kenntnis über die berichtete Entführung einer amerikanischen Journalistin in Bagdad.

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Das Außenministerium sei zuvor seiner Pflicht nachgekommen, diese Person vor gegen sie gerichtete Drohungen zu warnen, hieß es weiter. Man werde sich weiterhin mit der Bundespolizei FBI abstimmen, um eine schnellstmögliche Freilassung sicherzustellen. Eine Person mit Verbindungen zu der Iran nahestehenden Miliz Kataib Hisbollah, die mutmaßlich an der Entführung beteiligt gewesen sei, sei von den irakischen Behörden festgenommen worden.

In der irakischen Stellungnahme hieß es ebenfalls, dass bei Fahndungsmaßnahmen ein mutmaßlicher Entführer festgenommen worden sei. Weitere Maßnahmen liefen, um die Journalistin zu befreien und die Beteiligten aufzuspüren.

Die Journalistin wurde von Medienrechtsorganisationen sowie von Al-Monitor, einem der Medien, für die sie arbeitete, als die Freiberuflerin Shelly Kittleson identifiziert. Al-Monitor äußerte sich in einer Stellungnahme „zutiefst beunruhigt“ über die Entführung Kittlesons und forderte ihre „sichere und sofortige Freilassung“. „Wir stehen hinter ihrer wichtigen Berichterstattung aus der Region und fordern ihre rasche Rückkehr, damit sie ihre bedeutende Arbeit fortsetzen kann“, erklärte das Medienunternehmen weiter.

Der Vertreter des US-Außenministeriums betonte in seinem Post, man rate Amerikanern weiterhin, nicht in den Irak zu reisen beziehungsweise das Land unverzüglich zu verlassen. Das Außenministerium lege allen Amerikanern – auch Pressevertretern – nachdrücklich nahe, alle Reisehinweise zu befolgen.

Source: faz.net