„Werden sehr zeitnah überfallen“ – Trump kündigt Ende dieser US-Angriffe im Iran an

US-Präsident Trump kündigt einen Abzug der USA innerhalb von zwei bis drei Wochen aus dem Iran an. Teheran müsse jedoch kein ‌Abkommen ⁠schließen, damit die USA ihren Krieg beenden. In Bagdad wurde eine US-Journalistin von mehreren Männern entführt. Mehr im Liveticker.

Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.

Alle Ereignisse rund um den Krieg in Nahost im Liveticker:

01:00 Uhr – Trump: Ende der US-Angriffe in wenigen Wochen

Die USA werden ihre Angriffe im Iran nach Angaben von US-Präsident Trump in zwei bis drei Wochen beendet haben. Er denke, sein Land werde noch „vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tage länger“ brauchen, sagte er im Weißen Haus. „Wir werden sehr bald abziehen.“

Für ein Ende des US-Militäreinsatzes müsse es keinen Deal mit dem Iran geben. Das sei „irrelevant“, da man dafür sorge, dass die Machthaber der Islamischen Republik keine Atomwaffen bauen könnten, sagte Trump. Andererseits könne es auch vor dem von ihm anberaumten Zeitraum für ein Ende der US-Angriffe eine Einigung geben, wenn der Iran dazu bereit sei, sagte Trump. Und wenn das Land später wieder in der Lage sein sollte, Atomwaffen zu entwickeln, werde es einen Präsidenten wie ihn geben, der wieder angreifen werde.

00:51 Uhr – Israel: Fabrik für Irans Chemiewaffen-Entwicklung attackiert

Israels Armee hat nach eigenen Angaben im Iran einen Hauptlieferanten für die mutmaßliche Entwicklung von Chemiewaffen bombardiert. Das Werk, das sich als ziviles Unternehmen ausgegeben habe, habe dem Machtapparat chemische Substanzen, darunter Fentanyl, für die Forschung und Entwicklung chemischer Waffen geliefert, behauptete die Armee in der Nacht. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Es ist nicht bekannt, ob der Iran zuletzt tatsächlich an der Entwicklung von Chemiewaffen für den militärischen Einsatz arbeitete.

00:45 Uhr – Umfrage: Mehrheit der US-Bürger für schnelles Ende des Iran-Kriegs

Zwei Drittel der US-Bürger wünschen sich einer Umfrage zufolge ein ​schnelles Ende der amerikanischen Beteiligung am Krieg gegen den Iran. Selbst wenn dies ⁠bedeute, dass die Ziele der Regierung von Präsident Trump nicht erreicht würden, sprachen sich 66 Prozent der Befragten für einen raschen Abzug aus, wie aus einer Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos ⁠hervorgeht.

Ein längeres Engagement, ‌um die Mission zu erfüllen, befürworteten 27 Prozent. Insgesamt lehnten 60 Prozent der 1021 von Freitag bis Sonntag Befragten die US-Angriffe auf den Iran ab, während 35 Prozent sie guthießen.

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00:38 Uhr – Trump erwartet Ende der Angriffe im Iran in wenigen Wochen

Die USA werden ihre Angriffe im Iran nach Angaben von Trump in zwei bis drei Wochen beendet haben. Er denke, sein Land werde noch „vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tage länger“ brauchen, sagte er im Weißen Haus.

00:21 Uhr – Trump: Sicherung der Straße von Hormus ist „nicht unsere Aufgabe“

US-Präsident Trump hat die Verantwortung für die Sicherung der Straße von Hormus zurückgewiesen. Dies sei nicht die Aufgabe der USA, sagte er. Trump erklärte, die USA würden „nichts damit zu tun haben“, was in der Meerenge geschehe.

Stattdessen sagte er Reportern, die Verantwortung, die wichtige Wasserstraße offen zu halten, liege bei den Ländern, die auf sie angewiesen sind. Der Präsident sagte, es gebe „keinen Grund für uns, das zu tun“. „Das ist nicht unsere Aufgabe. Das wird Frankreich übernehmen. Das werden diejenigen übernehmen, die die Meerenge nutzen.“

Dienstag, 31. März

23:23 Uhr – Mindestens acht Tote im Libanon bei israelischen Luftangriffen

Bei israelischen Luftangriffen auf mehrere Orte im Süden des Libanon sind nach offiziellen libanesischen Angaben mindestens acht Menschen getötet worden. Demnach kamen in der Gegend um die Küstenstadt Tyros drei Menschen ums Leben, in der Region um Sidon seien vier weitere Menschen gestorben.

Im unweit der Grenze zu Israel gelegenen Bint Dschubail wurde demnach ein Treffpunkt einer Rettungsorganisation getroffen, die mit der vom Iran finanzierten Hisbollah-Miliz verbunden ist. Dabei wurden laut dem Ministerium ein Sanitäter getötet und 13 weitere Menschen verletzt.

22:30 Uhr – „Haben diese Person gewarnt“– US-Außenministerium über entführte Journalistin

Das US-Außenministerium hat bestätigt, dass eine US-Journalistin im Irak entführt wurde, nannte aber nicht ihren Namen, Shelly Kittleson. Wie ein Sprecher auf X erklärte, habe es Drohungen gegen die Person gegeben. „Das Außenministerium ist seiner Pflicht nachgekommen, diese Person vor den gegen sie gerichteten Drohungen zu warnen, und wir werden uns weiterhin mit dem FBI abstimmen, um ihre Freilassung so schnell wie möglich sicherzustellen.“ Einer der mutmaßtlichen Entführer habe Verbindungen zur vom Iran unterstützten Hisbollah.

22:23 Uhr – „Mir wurde berichtet“ – Papst wendet sich direkt an Trump

Papst Leo XIV. hat US-Präsident Donald Trump und „alle Staats- und Regierungschefs der Welt“ eindringlich zu Friedensverhandlungen aufgerufen. „Mir wurde berichtet, Präsident Trump wolle den Krieg beenden“, sagte er am Dienstagabend in Castel Gandolfo. „Hoffentlich sucht er nach einem Weg, die Gewalt und die Bombardierungen zu verringern, was wesentlich dazu beitragen würde, den Hass zu beseitigen, der im Nahen Osten und anderswo geschürt wird und stetig zunimmt“, so der gebürtige US-Amerikaner.

„Kehren Sie zum Dialog an den Verhandlungstisch zurück“, appellierte er an die politischen Führer. Sie sollten nach Lösungen für die Probleme suchen und den Frieden fördern. Das sei besonders mit Blick auf das bevorstehende Osterfest wichtig, sagte Leo XIV. auf Journalistenfragen vor der Rückkehr nach Rom von seinem freien Tag in den Albaner Bergen.

22:13 Uhr – Iran zögert bei Gesprächen über Kriegsende

Der Iran hat laut Außenminister Abbas Araghtschi noch keine Entscheidung über Verhandlungen mit den USA getroffen. Araghtschi sagte dem arabischen Sender Al Jazeera, sein Land habe Vorbehalte. „Wir haben keinerlei Vertrauen, dass Verhandlungen mit den USA zu Ergebnissen führen werden. Das Vertrauen liegt bei null“, sagte der Chefdiplomat.

21:00 Uhr – Trump: „Straße von Hormus öffnet sich automatisch“

Donald Trump macht in einem Interview mit der „New York Post“ deutlich, dass ihm wenig an einer belastbaren Lösung für Schiffspassagen durch die Straße von Hormus liegt. Angesprochen auf einen Bericht im „Wall Street Journal“, wonach er den US-Militäreinsatz auch ohne eine Öffnung der Straße beenden könnte, sagte Trump, er mache sich keine Gedanken darüber. Sein Ziel sei gewesen, dass der Iran keine Atomwaffen besitzen könne. „Sie werden keine Atomwaffe haben. Wenn wir gehen, wird die Straße automatisch offen sein“, fuhr er fort.

Zugleich sagte Trump in dem Interview, der Iran habe keine militärische Macht mehr. „Lasst die Länder, die die Straße nutzen – lasst sie loslegen und sie öffnen“, sagte er weiter. Zuvor hatte er Ländern wie Großbritannien empfohlen, sich Öl entweder von den USA zu kaufen oder es selbst von der Straße von Hormus zu holen.

20:11 Uhr – EU erwägt Eingriff im Gasmarkt

Die Europäische Union zieht wegen der Verwerfungen an den Energiemärkten durch den Iran-Krieg eine Neuauflage der Krisenmaßnahmen zu ​Beginn des Ukraine-Krieges 2022 in Betracht. EU-Energiekommissar Dan Jørgensen sagte nach einer Sitzung der EU-Energieminister, zu ⁠den Plänen gehörten die Begrenzung von Netzentgelten und Stromsteuern. Da Dauer und Ausmaß der Krise unklar seien, bereite man sich auf verschiedene Szenarien vor und plane Schritte, die den Maßnahmen von 2022 ähnelten. Damals wurden ein Preisdeckel für Erdgas und eine Übergewinnsteuer für Energiekonzerne eingeführt.

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19:31 Uhr – US-Journalistin in Bagdad von einer Gruppe Männer entführt

Im Irak ist eine Journalistin aus den USA entführt worden. Das Innenministerium nannte weder den Namen noch die Nationalität der Verschleppten, doch nach mehreren übereinstimmenden Medienberichten handelt es sich um Shelly Kittleson, die als freie Journalistin bisher unter anderem für die BBC und die WELT-Partnerpublikation „Politico“ gearbeit hatte.

Wie das englischsprachige irakische Medium „The New Region“ berichtet, soll Kittleson in Bagdad in der Nähe eines Hotels von einer Gruppe Männer entführt worden sein. Das Innenministerium erklärte, ein Fahrzeug der Entführer sei auf der Flucht umgekippt, hieß es. Ein Verdächtiger sei festgenommen worden, weitere seien flüchtig. Ein Sprecher der US-Botschaft in Bagdad lehnte eine Stellungnahme ab.

18:15 Uhr – Großbritannien verstärkt Luftabwehr im Nahen Osten

Großbritannien wird das Luftabwehrsystem Sky Sabre in Saudi-Arabien stationieren und den Einsatz von Kampfflugzeugen vom Typ Eurofighter in Katar verlängern, wie Verteidigungsminister John Healey während einer Reise in die Golfstaaten bekanntgab. Zusätzliche Luftabwehrteams und -systeme seien außerdem in Bahrain und Kuwait eingetroffen.

17:06 Uhr – Nvidia, Tesla und Google – Revolutionsgarden drohen mit Angriffen auf Vertretungen von US-Konzernen

Die Revolutionsgarden im Iran drohen, Niederlassungen von US-Tech-Konzernen wie Apple, Google und Meta in der Region anzugreifen, falls weitere Vertreter der iranischen Führung in Teheran getötet werden. „Diese Firmen müssen ab Mittwoch, den 1. April um 20.00 Uhr Ortszeit Teheran (18.30 Uhr MESZ) mit der Zerstörung ihrer Niederlassungen als Vergeltung für jeden Mord im Iran rechnen“, hieß es in einer Erklärung der Revolutionsgarden am Dienstag.

Die Erklärung listet zudem 18 Firmen auf, die den Revolutionsgarden zufolge an der „gezielten Ermordung“ der iranischen Führungspersönlichkeiten beteiligt gewesen sein sollen. Darunter sind auch Cisco, HP, Intel, Nvidia sowie der Autobauer Tesla und der Flugzeughersteller Boeing.

„Wir empfehlen den Mitarbeitern dieser Firmen, umgehend ihren Arbeitsplatz zu verlassen, um ihr Leben zu retten“, hieß es weiter. Zudem sollten Bewohner in einem Umkreis von einem Kilometer rund um die „terroristischen Unternehmen im gesamten Land und in der Region“ ihre Häuser verlassen.

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16:30 Uhr – Iran verschärft Todesstrafe

Die iranische Justiz will die Todesstrafe künftig für mehr Delikte als bisher „ohne Gnade und Nachsicht“ vollstrecken. Das sagte Justizsprecher Asghar Dschahangir dem staatlichen Sender Irib. Zudem sollen die Behörden das gesamte Vermögen der Betroffenen im Land einziehen.

Laut Dschahangir betreffen die Maßnahmen nicht mehr nur Spionage für die USA, Israel oder andere „feindliche Staaten“. Auch Terrorhandlungen, die Zerstörung staatlicher Einrichtungen sowie Taten, die „Angst und Schrecken“ in der Bevölkerung auslösten, sollen mit der Todesstrafe geahndet werden. Personen, die durch Fotos oder Videos dem Feind Zielhinweise gäben, würden auch mit der Todesstrafe und der Einziehung ihres gesamten Vermögens bestraft.

16:15 Uhr – US-Generalstabschef: Angriffe auf Marine und Rüstungsindustrie

„Wir haben erneut mehr als 150 Schiffe versenkt“, sagte US-Generalstabschef Dan Caine und fügte hinzu, dass nun auch Kampfhubschrauber an den Angriffen auf iranische Marineziele beteiligt seien. Ein weiteres Hauptziel des Krieges sei die Ausschaltung der iranischen Rüstungsindustrie, einschließlich der Nuklearforschungsanlagen, sagte Caine auf einer Pressekonferenz im Pentagon. Dazu gehörten Fabriken, Lagerhallen, Forschungs- und Entwicklungslabore für Atomwaffen sowie die dazugehörige Infrastruktur, die der Iran benötige, um seine Kampffähigkeit wiederherzustellen, sagte der Generalstabschef.´

dpa/AFP/rtr/ll/sebe/jmr/saha/ceb/krö/nw/säd/lay

Source: welt.de