USA sollen Munitionsdepot in Isfahan mit 900-Kilo-Bomben angegriffen nach sich ziehen – Trump postet Video
Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.
Alle Ereignisse rund um den Krieg in Nahost im Liveticker:
04:26 Uhr – Bericht: Massiver US-Angriff auf Munitionsdepot in Isfahan
Die USA haben einem Medienbericht zufolge einen massiven Angriff auf ein großes Munitionsdepot in der iranischen Stadt Isfahan durchgeführt. Dafür hätten sie in der Nacht eine große Menge bunkerbrechende Bomben mit einem Gewicht von jeweils rund 2000 Pfund (etwa 900 Kilogramm) eingesetzt, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf einen US-Beamten.
US-Präsident Donald Trump postete am Montagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social einen Videoclip, der Explosionen zeigte. Er nannte dazu allerdings keinerlei Kontext. Der Zeitung zufolge handelte es sich dabei um ein Video des Angriffs in Isfahan. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Der 31 Sekunden lange Videoclip zeigt eine Reihe von Explosionen. Das könnte ein Indiz dafür sein, dass nach dem ursprünglichen Angriff dort gelagerte Munition explodierte.
03:30 Uhr – Tod von Blauhelmsoldaten im Libanon: UN-Sicherheitsrat kommt am Dienstag zusammen
Nach dem Tod von drei Blauhelmsoldaten der UN-Mission Unifil im Südlibanon in den vergangenen Tagen kommt der UN-Sicherheitsrat am Dienstag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Die Sitzung werde um 10 Uhr (Ortszeit, 16 Uhr MESZ) beginnen, wie am Montag aus Diplomatenkreisen verlautete. Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot hatte zuvor erklärt, sein Land habe wegen der „äußerst schwerwiegenden Vorfälle“ eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats beantragt.
Barrot warf der israelischen Armee außerdem vor, am Sonntag die Sicherheit französischer Blauhelmsoldaten in Nakura bedroht zu haben. Dem israelischen Botschafter in Paris sei „mit größter Entschiedenheit“ die Verurteilung durch Frankreich übermittelt worden.
Die israelische Armee teilte später mit, eine Untersuchung eingeleitet zu haben. „Die Vorfälle werden gründlich überprüft, um die Umstände zu klären und festzustellen, ob sie durch Aktivitäten der Hisbollah“ oder der israelischen Streitkräfte verursacht wurden, erklärte die Armee am Dienstag im Onlinedienst Telegram.
02:26 Uhr – Öltanker vor der Küste von Dubai beschossen
Ein riesiger kuwaitischer Öltanker ist vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate unter Beschuss geraten. Er sei Ziel eines iranischen Angriffs geworden, während vor dem Hafen von Dubai im Persischen Golf vor Anker lag, teilte die Kuwait Petroleum Corporation nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Kuna mit. Dabei brach ein Brand aus. Die Feuerwehr rückte aus, wie die Behörden in Dubai meldeten. Es habe aber keine Berichte über Verletzte gegeben. Die 24-köpfige Besatzung sei in Sicherheit.
Zuvor hatte bereits die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mitgeteilt, dass ein nicht näher beschriebenes Projektil ein Schiff rund 57 Kilometer nordwestlich von Dubai getroffen und einen Brand ausgelöst habe. Von wo und von wem das Geschoss abgefeuert wurde, ging aus der Mitteilung der Behörde nicht hervor. Zuvor hatten nach ihren Angaben zwei Geschosse im Persischen Golf vor der Küste Saudi-Arabiens ein Containerschiff verfehlt.
01:46 Uhr – Iranisches Staatsfernsehen: Parlamentskommission billigt Maut in Straße von Hormus
Eine Kommission im iranischen Parlament hat dem Staatsfernsehen zufolge Pläne für die Einführung von Mautgebühren in der strategisch und wirtschaftlich wichtigen Straße von Hormus gebilligt. Die Pläne sähen unter anderem „finanzielle Bestimmungen und Mautsysteme in Rial“, der iranischen Währung, sowie eine Zusammenarbeit mit dem Oman auf der gegenüberliegenden Seite der Meerenge vor, berichtete das iranische Staatsfernsehen am Montag unter Berufung auf ein Mitglied der Sicherheitskommission des Parlaments in Teheran.
Das Vorhaben umfasst dem Staatsfernsehen zufolge außerdem ein „Durchfahrtsverbot“ für die USA und Israel sowie für andere Länder, die den Iran sanktionieren.
00:58 Uhr – Netanjahu: Mehr als die Hälfte der Kriegsziele im Iran sind erreicht
In dem Krieg Israels und der USA gegen den Iran sind nach Auffassung des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu mehr als die Hälfte der Ziele erreicht worden. „Wir haben definitiv die Hälfte hinter uns“, sagte Netanjahu am Montag in einem Interview mit dem konservativen US-Sender Newsmax. Zugleich betonte er, der Krieg sei mehr als zur Hälfte erledigt „im Hinblick auf die Missionen, nicht unbedingt im Hinblick auf die Zeit“.
Netanjahu unterstrich derweil die Ziele, die bislang erreicht worden seien, darunter die Tötung von „tausenden“ Mitgliedern der iranischen Revolutionsgarden. Die israelische und die US-Armee stünden außerdem „kurz davor, ihre Rüstungsindustrie zu zerstören“, fügte er mit Blick auf den Iran hinzu. Damit meine er die gesamte industrielle Basis und das Atomprogramm Teherans. Trump hatte das iranische Atomprogramm als einen der Gründe für den Krieg bezeichnet.
00:01 Uhr – Trump könnte arabische Länder um Kriegskosten-Anteil bitten
Das Weiße Haus signalisiert, dass US-Präsident Donald Trump den Ländern am Persischen Golf eine Beteiligung an den Kosten des Iran-Krieges nahelegen will. Sie wolle Trump nicht vorgreifen, aber sie wisse, dass er diese Idee habe und gehe davon aus, dass er sich dazu noch äußern werde, sagte Sprecherin Karoline Leavitt.
Ein Journalist sprach in Leavitts Pressekonferenz in Washington an, dass im Golfkrieg 1990 nach der Besetzung Kuwaits durch Iraks Diktator Saddam Hussein arabische Nachbarländer wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate einen Großteil der Kosten getragen hätten. Sie denke, Trump sei ziemlich interessiert daran, sie auch jetzt dazu aufzurufen, sagte Leavitt dazu.
Montag, 30. März 2026
22:43 Uhr – Große Zahl von US-Marines, Fallschirmjägern und Spezialkräften in Nahost angekommen – Einsatz im Iran offen
Im Nahen Osten sind nach Angaben von Vertretern der US-Regierung Tausende Soldaten der 82. US-Luftlandedivision eingetroffen. Bereits am Wochenende seien 2500 Marineinfanteristen in die Region verlegt worden, sagten die US-Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Der genaue Einsatzort der Soldaten, zu denen auch eine Kampfbrigade sowie Logistik- und Kommandoeinheiten gehören, wurde bislang nicht genannt. Die zusätzlich zu den bereits in Nahost stationierten Soldaten verlegten Kräfte sollen einem der Insider zufolge die Kapazitäten für mögliche Einsätze erhöhen. Eine Entscheidung über Vorstöße von Bodentruppen im Iran sei jedoch noch nicht gefallen.
In der US-Regierung wurden Reuters-Informationen zufolge verschiedene Einsatzszenarien für Bodentruppen diskutiert. Dazu zähle die Einnahme der Charg-Insel, über die 90 Prozent der iranischen Ölexporte abgewickelt werden, sowie die Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus. Zudem sei ein Vorstoß ins Landesinnere zur Sicherstellung von hochangereichertem Uran erörtert worden.
Auch Hunderte Mitglieder von Spezialeinheiten des US-Militärs sind Medienberichten zufolge im Nahen Osten angekommen. Darunter befinden sich auch Soldaten der Army Rangers, die als Speerspitze der Kommandotruppen des US-Heeres gelten, sowie der Navy Seals, einer Eliteeinheit der US-Marine, wie die „New York Times“ und der Sender CBS News übereinstimmend berichten. Die US-Medien berufen sich dabei auf zwei US-Militärbeamte beziehungsweise mit dem Einsatz vertraute Quellen.
20:10 Uhr – USA: Verhandlungen mit dem Iran verlaufen gut
Die Gespräche mit dem Iran dauern nach Angaben des Weißen Hauses an und machen gute Fortschritte. „Trotz des öffentlichen Auftretens des Regimes und falscher Berichterstattung gehen die Gespräche weiter und verlaufen gut“, sagt die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt. Was die Führung in Teheran öffentlich sage, unterscheide sich stark von dem, was den USA unter vier Augen mitgeteilt werde. Ob Leavitts Worte den Tatsachen entsprechen, ist unklar.
Das Weiße Haus erklärte zudem, der Zeitplan für den Iran-Einsatz von vier bis sechs Wochen bleibe bestehen. US-Präsident Trump hatte kurz nach Beginn der Offensive Ende Februar gesagt, diese werde vier Wochen oder weniger dauern.
18:52 Uhr – UN: Mehrere Blauhelmsoldaten bei Explosion im Libanon getötet
Bei einer Explosion im Südlibanon sind am Montag nach Angaben der UN-Mission in dem Land (Unifil) zwei Blauhelmsoldaten getötet worden. Ihr Fahrzeug sei durch eine Detonation, deren Ursache unbekannt sei, zerstört worden, teilte Unifil mit. Am Sonntagabend war bereits ein weiterer Blauhelmsoldat bei der Explosion eines Geschosses im Süden des Libanon getötet worden.
17:37 Uhr – Libanon: Soldat bei israelischem Angriff getötet
Ein libanesischer Soldat ist der libanesischen Regierung zufolge bei einem israelischen Angriff auf einen Kontrollpunkt der Armee getötet worden. Fünf weitere Soldaten seien dabei verletzt worden, teilte die Regierung in Beirut zudem mit.
16:50 Uhr – Erneut iranisches Geschoss von Nato in der Türkei abgefangen
In der Türkei ist erneut ein aus dem Iran abgefeuertes Geschoss von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen worden. Es sei in den türkischen Luftraum eingedrungen, teilte das türkische Verteidigungsministerium auf X mit. Alle notwendigen Maßnahmen würden entschlossen und ohne zu zögern gegen jede Bedrohung des Staatsgebiets und des Luftraums des Landes ergriffen, hieß es. Wo genau die Rakete abgefangen wurde, sagte das Ministerium nicht.
16:03 Uhr – Brand in Israels wichtigster Raffinerie – Armee meldet iranische Raketenangriffe
In Israels bedeutendster Ölraffinerie ist am Montag ein Großbrand ausgebrochen, der laut der Feuerwehr von herabgestürzten Trümmern nach Abwehr eines Luftangriffs ausgelöst wurde. In der Anlage seien „Trümmer nach einem Abwehreinsatz“ identifiziert worden, teilte die israelische Feuerwehr mit. Die Brandbekämpfung ging demnach am Nachmittag weiter, verletzt wurde den Angaben zufolge niemand.
Auf von israelischen Fernsehsendern verbreiteten Aufnahmen war zu sehen, wie dichter schwarzer Rauch von dem Gelände in der nordisraelischen Stadt Haifa aufstieg. Die Feuerwehr veröffentlichte Bilder eines brennenden Tanks. „Bei dem Vorfall handelt es sich um einen Brand an einem Tank, der 3000 Kubikmeter Benzin enthält“, erklärte die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte seien dabei, das Benzin daraus abzupumpen.
Ein von der Nachrichtenagentur AFP erlangtes Video zeigte eine dichte Rauchwolke über der Raffinerie. Die Feuerwehr äußerte sich nicht dazu, von wo aus der nach ihren Angaben abgewehrte Luftangriff geführt worden war. Jedoch hatte die israelische Armee zuvor mitgeteilt, sie habe Raketen identifiziert, die sich aus dem Iran kommend näherten.
Die Ölraffinerie in Israels drittgrößter Stadt Haifa liegt innerhalb eines Industriegebiets. Laut Medienberichten war die Raffinerie bereits am 19. März im Zuge eines iranischen Angriffs getroffen worden.
15:25 Uhr – Merz stellt nach Krieg Beitrag für Straße von Hormus in Aussicht
Bundeskanzler Merz stellt für die Zeit nach dem Iran-Krieg einen Beitrag Deutschlands bei der Sicherung der Straße von Hormus in Aussicht. Merz sagte bei einem Treffen mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin, das Beste sei, dass dieser Krieg so schnell wie möglich an sein Ende komme. „Wenn die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind, dann wird Deutschland selbstverständlich bereit sein, seinen Beitrag zur freien Schifffahrt in der Straße von Hormus zu leisten.“
Merz schlug vor, dies im Rahmen einer internationalen Kontaktgruppe zu tun, damit eine bestmögliche Koordinierung zwischen den Staaten ermöglicht werde, die wie Deutschland bereit seien zu helfen.
Merz warnte zudem vor den wirtschaftlichen Folgen des Kriegs. Wachse sich dieser Krieg zu einem regionalen Großkonflikt heraus, dann könne er Deutschland und Europa noch stärker belasten – so stark, wie es Deutschland zuletzt in der Corona-Pandemie oder zu Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erlebt habe. Damals war die Konjunktur in Deutschland eingebrochen.
14:39 Uhr – Ägypten fordert Trump zur Beendigung des Iran-Kriegs auf
Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi ruft seinen US-Kollegen Trump auf, dem Iran-Krieg ein Ende zu machen. „Niemand kann den Krieg in unserer Region, dem Golf, beenden außer Ihnen“, sagte al-Sisi in einer Rede am Montag. „Ich spreche zu Ihnen im Namen der Menschheit und im Namen all jener, die den Frieden lieben – und Sie gehören zu den Menschen, die den Frieden lieben.“
Al-Sisi sagte, eine Fortsetzung dieses Krieges hätte gefährliche Folgen. Er sende Trump im Namen der Region eine direkte Botschaft: „Bitte helfen Sie uns, den Krieg zu beenden – Sie sind dazu in der Lage“, sagte der Präsident.
13:53 Uhr – Trump droht mit Zerstörung „aller Kraftwerke, Ölquellen und der Insel Kharg“
Donald Trump hat dem Iran mit einer großflächigen Zerstörung aller Energiequellen des Landes gedroht. Zwar gebe es „ernsthafte Gespräche“ mit „großen Fortschritten“ mit dem iranischen Regime, schrieb Trump auf seinem sozialen Medium „Truth Social“.
Allerdings, so erklärte der US-Präsident: „Falls aus irgendeinem Grund nicht bald eine Einigung erzielt wird und falls die Straße von Hormus nicht umgehend wieder für den Verkehr freigegeben wird, werden wir unseren angenehmen ‚Aufenthalt’ im Iran beenden, indem wir alle Kraftwerke, Ölquellen und die Insel Charg (und möglicherweise alle Entsalzungsanlagen!), die wir bisher bewusst nicht angegriffen haben, sprengen und vollständig zerstören.“
12:46 Uhr – Iran hält US-Verhandlungsvorschläge für unrealistisch
Der Iran hat nach eigenen Angaben über Vermittler Nachrichten erhalten, die eine Verhandlungsbereitschaft der USA signalisieren. Die Führung in Teheran halte die US-Vorschläge jedoch für „unrealistisch, unlogisch und übertrieben“, erklärt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei.
10:51 Uhr – „WSJ“: Trump prüft gewaltsame Uran-Bergung im Iran
US-Präsident Trump erwägt einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge im Iran einen Militäreinsatz zur Bergung von rund 400 Kilogramm hochangereichertem Uran. Trump prüfe zurzeit, wie gefährlich dies für die dafür nötigen Bodentruppen wäre. Eine Entscheidung habe der Präsident noch nicht getroffen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf US-Beamte.
Trump stehe der Idee aber grundsätzlich offen gegenüber, da ein solcher Militäreinsatz dazu beitragen könnte, sein zentrales Ziel zu erreichen – nämlich den Iran daran zu hindern, jemals eine Atomwaffe herzustellen. Ein solcher Militäreinsatz wäre eine komplexe und riskante Mission, die die US-Streitkräfte wahrscheinlich mehrere Tage oder länger in dem Land durchführen müssten. Nach Einschätzung von IAEA-Chef Rafael Grossi dürfte sich das hochangereicherte Uran hauptsächlich in unterirdischen Tunneln und Lagerstätten in den Atomanlagen Isfahan und Natans befinden, die beide von den USA und Israel im vergangenen Juni bombardiert worden waren.
10:37 Uhr – Kuwait: Ein Todesopfer und zehn verletzte Soldaten bei Angriff Irans
Bei einem iranischen Angriff auf ein Kraftwerk und eine Entsalzungsanlage soll in Kuwait ein Arbeiter aus Indien getötet worden sein. Zudem seien zehn Soldaten verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Kuna, ohne den angegriffenen Betrieb zu identifizieren. Die Strom- und Wasserversorgung wurde nach Angaben der kuwaitischen Behörden durch den Angriff nicht beeinträchtigt.
10:21 Uhr – Spanien sperrt Luftraum für Militärflüge im Iran-Krieg
Die spanische Regierung sperrt den Luftraum des Landes für alle Flugzeuge, die mit dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran in Verbindung stehen. Diese Maßnahme „ist Teil der Entscheidung der spanischen Regierung, sich an diesem einseitig begonnenen Krieg, der gegen das Völkerrecht verstößt, nicht zu beteiligen und ihn nicht zu unterstützen“, erklärte der stellvertretende Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo im Interview des Radiosenders „Cadena Ser“. Das Verbot betreffe nicht nur Starts von spanischem Boden, sondern auch den Überflug militärischer Flugzeuge, die etwa von Stützpunkten in Großbritannien oder Frankreich aus operieren, hatten zuvor die Zeitung „El País“ und die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf die linksgerichtete Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez berichtet.
10:19 Uhr – Israels Armee: Dutzende Produktionsstätten für Waffen im Iran angegriffen
Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben Dutzende Waffen-Produktionsstätten im Iran angegriffen, darunter auch eine Anlage für die Fertigung von Boden-Luft-Raketen in der Hauptstadt Teheran. „Während der Luftangriffswellen der vergangenen zwei Tage in Teheran wurden etwa 40 Waffenproduktions- und Forschungseinrichtungen getroffen“, teilte die israelische Armee mit. Zu den Zielen hätten „eine Anlage zur Montage von weitreichenden Boden-Luft-Raketen“, ein Standort zur Montage von Komponenten für Panzerabwehrraketen und Flugabwehrraketen sowie eine Einrichtung gehört, in der Triebwerke für ballistische Raketen produziert und erforscht würden.
08:00 Uhr – Iranische Medien: Petrochemie-Anlage im Norden des Irans angegriffen
Im Norden des Irans ist nach Angaben iranischer Medien eine Petrochemie-Anlage angegriffen worden. Bei dem Angriff auf die Einrichtung des Unternehmens Tabriz Petrochemical seien keine Gefahrstoffe freigesetzt worden, hieß es. Das Unternehmen verarbeitet Erdöl und Erdgas zu chemischen Produkten, die zur Herstellung von Alltagsmaterialien verwendet werden.
07:16 Uhr – Ölpreise ziehen an – Brent nähert sich Marke von 120 Dollar
Die Ölpreise sind zum Start in die fünfte Handelswoche nach dem Beginn des Iran-Kriegs gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im Mai stieg in der Nacht auf Montag um bis zu vier Prozent auf fast 117 Dollar. Damit näherte sich der Ölpreis wieder seinem vor drei Wochen erreichten Zwischenhoch von 119,50 Dollar an. Am frühen Morgen lag der Preis bei 115,55 Dollar und damit 2,7 Prozent höher als Ende vergangener Woche.
06:56 Uhr – Trump würde sich „am liebsten das Öl im Iran nehmen“ – und schimpft über „dumme Leute“
Seit Tagen gibt es Berichte über eine mögliche Bodenoffensive des US-Militärs im Iran. US-Präsident Trump heizt die Spekulationen in einem Interview mit der „Financial Times“ an. Hier die wichtigsten Aussagen:
„Um ehrlich zu sein, am liebsten würde ich mir das Öl im Iran nehmen“, sagte der Republikaner. Er fügte hinzu: „Aber einige dumme Leute in den USA sagen: ‚Warum tust du das?‘ Aber das sind dumme Leute.“ Für einen solchen Schritt müsste das US-Militär wohl die iranische Insel Charg im Persischen Golf einnehmen, über die etwa 90 Prozent der Erdölausfuhren des Landes abgewickelt werden. Das Pentagon habe die Entsendung von rund 10.000 Soldaten angeordnet, die für die Eroberung und Sicherung von Land ausgebildet sind, berichtete die Zeitung. Ein Angriff auf den Exportknotenpunkt Charg wäre jedoch riskant. „Vielleicht nehmen wir die Insel Charg ein, vielleicht auch nicht. Wir haben viele Optionen“, wurde Trump von der „FT“ zitiert. „Es würde auch bedeuten, dass wir eine Weile dort (auf Charg) bleiben müssten.“
Auf die Frage, ob in den kommenden Tagen ein Waffenruheabkommen erzielt werden könne, das die für den globalen Öl- und Gastransport wichtige Straße von Hormus wieder öffnen würde, lehnte Trump es dem Bericht zufolge ab, konkrete Details zu nennen. „Wir haben noch etwa 3000 Ziele übrig – wir haben 13.000 Ziele bombardiert – und noch ein paar Tausend Ziele vor uns“, wurde er zitiert. „Ein Abkommen könnte ziemlich schnell zustande kommen.“
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Source: welt.de